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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
23. Vortrag.

13.

Dann kehrt er zu der Auferstehung der Seelen zurück: „Denn wie der Vater Tote erweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will“, aber dem Geiste nach. Es macht der Vater lebendig, es macht der Sohn lebendig, und zwar der Vater, welche er will, und der Sohn, welche er will, aber der Vater erweckt dieselben wie der Sohn, weil alles durch ihn gemacht wurde. „Denn wie der Vater Tote erweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.“ Dies ist von der Auferstehung der Seelen gesagt; was ist von der Auferstehung der Leiber gesagt? Er kommt darauf zurück und sagt: „Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohne gegeben.“ Die Auferstehung der Seelen geschieht durch die ewige und unveränderliche Wesenheit des Vaters und des Sohnes; die Auferstehung der Leiber aber geschieht durch die zeitliche, dem Vater nicht gleichewige Veranstaltung der Menschwerdung des Sohnes. Als er daher das Gericht erwähnte, wo die Auferstehung der Leiber stattfinden soll, sagte er: „Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohne gegeben“; von der Auferstehung der Seelen aber: „Wie der Vater Tote erweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will“. Dieses also tut der Vater und der Sohn zugleich; das aber gilt von der Auferstehung der Leiber: „Der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohne gegeben“. „Damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.“ Dies geht auf die Auferstehung der Seelen: „Damit alle den Sohn ehren“. Wie? „So wie sie den Vater ehren.“ Denn die Auferstehung der Seelen bewirkt der Sohn ebenso wie der Vater, der Sohn macht ebenso lebendig wie der Vater. Also in der Auferstehung der Seelen „sollen alle den Sohn ehren wie sie den Vater ehren“. Was aber sagt er von der Ehrung wegen der Auferstehung des Leibes? „Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.“ Er sagte [S. 406] nicht: So wie, sondern: „ehrt“ und „ehrt“. Denn geehrt wird der Mensch Christus, aber nicht wie Gott der Vater. Warum? Weil er in dieser Beziehung gesagt hat: „Der Vater ist größer als ich“1. Wann aber wird der Sohn geehrt, wie der Vater geehrt wird? Da „im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und alles durch dasselbe gemacht wurde“. Und was sagt er darum bei dieser zweiten Ehrung? „Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.“ Der Sohn ist nur gesandt worden, sofern er Mensch wurde.

1: Joh. 14, 28.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
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