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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
23. Vortrag.

12.

Nun also laßt uns kurz durchgehen, was noch übrig ist, und erwäget hier, was ich euch empfohlen habe, wie der Herr es nahelege: „Der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er macht“. Er erweckt die Seelen, aber durch den Sohn, damit die erweckten Seelen das Wesen Gottes genießen, d. i. des Vaters und des Sohnes. „Und noch größere Werke als diese wird er ihm zeigen.“ Welches sind die kleineren? Die Heilungen der Leiber. Das haben wir auch früher schon behandelt (Vortr. 19, 4. 5, und 21, 5―10) und wir dürfen dabei nicht verweilen. Denn größer ist die Auferstehung des Leibes für ewig als die an jenem Kranken für eine Zeitlang vollzogene Heilung des Leibes. „Und noch größere Werke als diese wird er ihm zeigen, so daß ihr staunet.“ „Er wird zeigen“, gleichsam in der Zeit, somit als dem in der Zeit Mensch gewordenen (wird er sie zeigen); denn Gott das Wort ist nicht geworden, durch welches vielmehr alle Zeit geworden ist, aber Mensch geworden ist Christus in der Zeit. Es ist bekannt, unter welchem Konsul, an welchem Tage die Jungfrau Maria Christus, den sie vom Heiligen Geiste empfangen, geboren hat; also ist Mensch geworden in der Zeit derjenige, durch welchen, sofern er Gott ist, alle Zeit geworden ist. Darum wird er ihm gleichsam in der [S. 405] Zeit noch größere Werke zeigen, nämlich die Auferstehung der Leiber, so daß ihr staunet über die durch den Sohn vollbrachte Auferstehung der Leiber.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger