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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
5. Vortrag.

10.

Das also lernte Johannes kennen, meine Brüder. [S. 76] Was Johannes durch die Taube kennen lernte, das wollen auch wir kennen lernen. Denn nicht hat die Taube den Johannes gelehrt, die Kirche aber nicht gelehrt, zu welcher gesagt wurde: „Eine ist meine Taube“1. Die Taube lehre die Taube2; es erkenne die Taube, was Johannes durch die Taube kennen gelernt hat. Der Heilige Geist stieg in Gestalt einer Taube herab. Warum hat aber Johannes, was er durch die Taube kennen lernte, gerade durch die Taube kennen gelernt? Er mußte nämlich lernen, und vielleicht mußte er das eben nur durch die Taube lernen. Was soll ich von der Taube sagen, meine Brüder? Oder wann steht mit die Fähigkeit des Herzens oder der Zunge zu Gebote, so zu reden, wie ich möchte? Und vielleicht fehlt es mir am guten Willen zu reden, wie zu reden wäre, und ich kann auch nicht so reden, wie ich will3, um wieviel weniger, wie ich soll. Ich möchte dies von einem Fähigeren hören, nicht euch sagen.

1: Hoh. Lied 6, 8.
2: Der Heilige Geist lehre die Kirche.
3: Migne liest: nec si tamen possum dicere quomodo volo; andere Ausgaben haben wohl richtiger: nec sic tamen etc.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger