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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
1. Vortrag.

2.

[Forts. v. [S. 2] ] Es gehörte nämlich dieser Johannes, teuerste Brüder, zu jenen Bergen, von welchen geschrieben steht: „Empfangen mögen die Berge Frieden für dein Volk, und die Hügel Gerechtigkeit“1. Berge sind die hohen Seelen, Hügel sind die kleinen Seelen. Aber deshalb nehmen die Berge den Frieden auf, damit die Hügel die Gerechtigkeit aufnehmen können. Welches ist die Gerechtigkeit, welche die Hügel aufnehmen? Der Glaube, weil „der Gerechte aus dem Glauben lebt“2. Jedoch würden die kleineren Seelen den Glauben nicht aufnehmen, wenn nicht die größeren Seelen, welche Berge genannt worden sind, von der Weisheit selbst erleuchtet würden, damit sie den Kleinen zuteilen können, was die Kleinen zu fassen vermögen, und die Hügel aus dem Glauben leben, weil die Berge den Frieden aufnehmen. Von den Bergen selbst ist der Kirche gesagt worden: „Der Friede sei mit euch“, und die Berge selbst trennten sich, indem sie der Kirche den Frieden verkündeten, nicht von demjenigen, von welchem sie den Frieden empfingen3, um so in Wahrheit, nicht zum Scheine den Frieden zu verkünden4.

1: Ps 71, 3 [Ps. 72, 3].
2: Habak. 2, 4; Röm. 1, 17.
3: Joh. 20, 19.
4: Augustin spielt hier auf die Donatisten an, welche zwar das Wort „Friede“ im Munde führten, aber von der Kirche und darum auch von Christus, dem Friedensbringer, sich trennten.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger