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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
1. Vortrag.

15.

Wie nun, Brüder? Warum habe ich dies gesagt? Verschließet die Ohren eures Herzens gegen die listigen Versuche des Feindes; erkennet, daß Gott alles gemacht und es dahin gestellt hat, wohin es gehört. Warum aber haben wir viel Böses zu leiden von dem Geschöpfe, das Gott gemacht hat? Weil wir Gott beleidigt haben. Haben solches etwa die Engel zu leiden? Vielleicht hätten auch wir in diesem Leben das nicht zu [S. 14] fürchten. Wegen deiner Strafe klage deine Sünden an, nicht den Richter. Denn des Hochmuts wegen hat Gott dieses so winzige und niedrige Geschöpf dazu bestimmt, daß es uns quäle, damit der Mensch, da er stolz war und gegen Gott prahlte, und, obwohl er sterblich ist, dem Sterblichen Schrecken einflößte, und, obwohl er ein Mensch ist, den Nebenmenschen nicht anerkannte, da er sich erhob, den Flöhen unterworfen sei. Was blähst du dich auf in menschlichem Stolze? Es hat dich ein Mensch geschmäht, und du bist aufgeschwollen und zornig geworden; widerstehe den Flöhen, um zu schlafen; erkenne, wer du bist. Denn damit ihr’s wisset, Brüder, zur Bändigung unseres Stolzes sind jene Tiere geschaffen, die uns so lästig sind. Das stolze Volk des Pharao hätte Gott durch Bären, Löwen und Schlangen bändigen können, aber er hat ihnen Fliegen und Frösche gesandt1, damit ihr Stolz durch ganz niedrige Dinge gezähmt würde.

1: Exod. 8, 6 u. 24.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger