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Augustinus (354-430) - Vorträge über das Johannes-Evangelium (Tractatus in Iohannis Euangelium)
1. Vortrag.

11.

[Forts. v. [S. 10] ] Es trete nun irgend ein ungläubiger Arianer hervor und sage, das Wort Gottes sei geschaffen. Wie ist es möglich, daß das Wort Gottes geschaffen sei, da doch Gott durch das Wort alles geschaffen hat? Wenn auch das Wort Gottes selbst geschaffen ist, durch welches andere Wort ist es geschaffen? Wenn du sagst, es sei das Wort des Wortes, durch welches jenes geschaffen ist, so nenne ich dasselbe den eingeborenen Sohn Gottes. Denkst du aber nicht an ein Wort des Wortes, so räume ein, daß dasjenige nicht geschaffen ist, durch welches alles geschaffen ist. Denn durch sich selbst konnte das nicht werden, durch welches alles geschaffen ist. Glaube also dem Evangelisten. Er hätte ja sagen können: Im Anfang schuf Gott das Wort, wie Moses gesagt hat: „Im Anfang schuf Gott Himmel und die Erde“1 und dann alles so aufzählt: „Gott sprach“, „Es werde“, und es ist geworden. Wenn er so sprach, wer sprach? Natürlich Gott. Und was ist geworden? Ein Geschöpf. Zwischen dem sprechenden Gott und der gewordenen Kreatur was ist da, wodurch es geworden ist, als eben das Wort? Denn Gott sprach: „Es werde“, und es ist geworden. Dieses Wort ist unveränderlich, obwohl Veränderliches durch das Wort entsteht; es selbst ist unveränderlich.

1: Gen. 1, 1.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger