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Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)
Buch IX.

14.

Er wirft die Befolgung des Gesetzes als Köder aus und behauptet, es müssen sich die Neuchristen [S. 253] beschneiden lassen und nach dem Gesetze leben, in teilweiser Anlehnung an die vorher besprochenen Häresien. Von Christus behauptet er, er sei Mensch geworden wie alle anderen, er sei aber nicht jetzt zum erstenmal aus einer Jungfrau geboren worden, sondern es sei schon früher und oftmals geschehen und es geschehe noch; er erscheine und lebe, indem er die Zeugungen ändere und in andere Körper wandere, wobei Alkibiades die bekannte Lehre des Pythagoras benützt. So weit überheben sie sich, daß sie in die Zukunft zu schauen vorgeben, indem sie die Maße und Zahlen der eben erwähnten pythagoreischen Lehre als Grundlage benützen. Sie beschäftigen sich auch ganz ernsthaft mit mathematischen, astrologischen und magischen Dingen. Damit verwirren sie die Unverständigen, so daß diese meinen, sie besäßen Zauberworte. Beschwörungen und Sprüche lehren sie für die vom Hund Gebissenen und die Besessenen und die mit anderen Krankheiten Behafteten; es soll auch das nicht verschwiegen werden. Nachdem wir nun genugsam die Grundlagen und die Ursachen ihres Unterfangens dargetan, will ich zur Besprechung der Schriften dieser Leute übergehen; da werden die Leser ihr Geschwätz und ihre gottlosen Anschläge innewerden.

 

 

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Inhaltsverzeichnis
Einleitung. Widerlegung aller Häresien

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger