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Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)
Buch IX.

15.

Die Taufe erklärt er denen, die sich von ihm führen1 und täuschen lassen, auf diese Weise: „Kinder, wenn einer mit einem Tiere oder einem Manne oder seiner Schwester oder seiner Tochter gesündigt hat, oder wenn er die Ehe gebrochen oder Hurerei getrieben hat und er will Nachlassung seiner Sünden erlangen, so soll er, sobald er von diesem Buch gehört, sich ein zweites Mal taufen lassen im Namen des großen und höchsten Gottes und im Namen seines Sohnes, des großen Königs, und er soll gereinigt und gewaschen werden und er soll sich die sieben in diesem Buch aufgezeichneten Zeugen zum Zeugnis aufrufen: den Himmel und das Wasser und die heiligen Geister und die Gebetsengel und das Öl und das Salz und die Erde.“ Das sind [S. 254] die wunderbaren, geheimnisvollen und großen Mysterien des Elchasaï, die er den würdigen Schülern mitteilt. Damit aber begnügt sich der Schurke nicht, sondern vor zwei oder drei Zeugen besiegelt er seine Schlechtigkeiten, indem er weiter sagt: „Wiederum sage ich, ihr Ehebrecher und ihr Ehebrecherinnen und ihr falschen Propheten, wenn ihr euch bekehren wollt, auf daß euch die Sünden nachgelassen werden, wird euch Frieden und Anteil bei den Gerechten, sobald ihr von diesem Buch gehört und zum zweiten Male in eueren Kleidern getauft werdet.“ Wir haben aber auch gesagt, sie benützten Beschwörungen für die vom Hund Gebissenen und für andere; wir wollen es nun erhärten; spricht er doch: „Wenn ein tollwütiger Hund, in dem der Geist des Verderbens ist, einen Mann oder ein Weib oder einen Jüngling oder ein Mädchen gebissen oder ihnen die Kleider zerrissen oder sie berührt hat, so soll sich der Betreffende also gleich mit der ganzen Gewandung in eiligen Lauf setzen und er soll in einen Fluß oder in eine Quelle, wo immer eine Tiefe ist, steigen und mit seiner ganzen Gewandung untertauchen und den großen und höchsten Gott in herzlichem Glauben anrufen und dann zum Zeugnis ausrufen die sieben in diesem Buch aufgeschriebenen Zeugen: 'Siehe, ich rufe zu Zeugen den Himmel und das Wasser und die heiligen Geister und die Gebetsengel und das Öl und das Salz und die Erde. Diese sieben Zeugen rufe ich zum Zeugnis, daß ich nimmermehr sündigen, nicht mehr ehebrechen, nicht mehr stehlen, nicht mehr Unrecht tun, nicht mehr betrügen, nicht mehr Feindschaft haben, niemand mehr verachten, nicht mehr an irgend etwas Lasterhaftem Freude haben werde.' Unter solchen Worten soll er mit seiner ganzen Gewandung im Namen des großen und höchsten Gottes untertauchen.“

1: Scott.

 

 

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Inhaltsverzeichnis
Einleitung. Widerlegung aller Häresien

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger