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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Zweites Buch

II. Kapitel

4.

1."Sei nicht stolz auf deine Weisheit!" sagen die Sprichwörter, "aber auf allen Wegen denke an sie, damit sie deine Wege in gerader Richtung lenke; und dein Fuß soll nicht anstoßen."1 Mit diesen Worten will die Schrift zeigen, daß die Taten den Reden entsprechen müssen;2 ferner will sie darauf hinweisen, daß wir aus aller Bildung das Nützliche auswählen und uns zu eigen machen müssen.

2. Die Wege der Weisheit sind ja mannigfach, die auf den Weg der Wahrheit hinführen; dieser Weg aber ist der Glaube. "Und dein Fuß soll nicht anstoßen",3 sagt sie mit Beziehung auf einige, die sich der einzigartigen, göttlichen Weltregierung und Vorsehung zu widersetzen scheinen.

3. Deswegen fügt sie hinzu: "Halte dich nicht selbst für verständig", wie das bei den gottlosen Gedanken der Fall ist, die im Widerspruch zur göttlichen Weltregierung stehen, "sondern fürchte Gott, der allein die Macht hat";4 woraus folgt, daß man sich Gott in nichts widersetzen soll.

4.Überdies lehrt auch der darauf folgende Satz deutlich, daß die Furcht vor Gott ein Vermeiden des Bösen ist.5 [S. 153] Es heißt nämlich: "Und vermeide alles Böse!"6 Das ist es, wozu die Weisheit erziehen will. "Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er",7 indem er ihn Schmerzen erleiden läßt, auf daß er verständig werde, und ihn in Frieden und unvergängliches Wesen versetzt.

1: Spr 3,5.6.23.
2: Vgl. Protr. 123,1 mit Anm.
3: Spr 3,23.
4: Spr 3,7; "der allein die Macht hat" aus Mt 10,28.
5: Vgl. die Definition von "Furcht" Paid. I 101,1; Strom II 32 mit Anm.
6: Spr 3,7.
7: Ebd. 3,12.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger