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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Zweites Buch
II. Kapitel

7.

1. Wie sollten aber nicht diejenigen des Lobes würdig sein, die zu lernen bereit und nach Salomons Wort fähig sind, "Weisheit und Bildung kennenzulernen, Worte der Klugheit zu begreifen, künstlich gefügte Reden richtig aufzufassen und wahre Gerechtigkeit zu verstehen" (damit deutet er an, daß es auch eine andere, nämlich die nicht der Wahrheit gemäß von den griechischen Gesetzen und außerdem von den Philosophen gelehrte Gerechtigkeit gibt),

2. "und richtige Urteile", so heißt es, "zu fällen" (damit meint er nicht Gerichtsurteile, sondern deutet an, daß wir die Urteilskraft in uns gesund und unverwirrt erhalten müssen), "damit den Harmlosen Klugheit und einem jungen Kinde Verstand und Einsicht gegeben werde; denn wenn ein Weiser" (gemeint ist damit, wer gewillt ist, den Geboten zu gehorchen) "dieses hört, wird er noch weiser werden" in seiner Erkenntnis, "und der Verständige wird Lebensklugheit gewinnen und wird Gleichnisse und dunkle Worte und die Aussprüche von Weisen und Rätselworte verstehen."1

3. Denn die von Gott Erleuchteten bringen nicht trügerische Worte hervor, und ebensowenig diejenigen, die von ihnen abhängig sind, noch legen sie [S. 155] Schlingen, in welche die meisten Sophisten die jungen Leute verstricken, da sie sich in keiner Weise um die Wahrheit bemühen; vielmehr erforschen diejenigen, die den Heiligen Geist besitzen, "die Tiefen Gottes",2 d.h. sie werden der in den Weissagungen verborgenen Lehren teilhaftig.

4. Das Heilige aber den Hunden mitzuteilen, ist verboten,3 solange sie Tiere bleiben. Denn es ziemt sich in keiner Weise, das göttliche und reine Naß, das lebendige Wasser Leuten einzuschenken, die neidischen und erregten und noch ungläubigen Wesens und dazu schamlos genug sind, die Untersuchung durch ihr Gebell zu stören.4

1: Spr 1,2-6.
2: Vgl. 1 Kor 2,10.
3: Vgl. Mt 7,6.
4: Sacr. Par. 213 Holl; zu dem Ausdruck "Gebell" vgl. Platon, Gesetze XII p. 967 CD.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger