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Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)
Buch VIII.

15.

Monoimos sagt daher im Brief an Theophrast ausdrücklich: „Ohne Gott und Schöpfung und derartiges zu suchen, suche ihn bei dir selbst“1 und trachte zu erkennen, wer denn in dir sich alles vollständig zueignet und spricht: Mein Gott, mein Geist, mein Verstand, meine Seele, mein Leib, und trachte zu erkennen, woher es komme, daß man ohne zu wollen betrübt sei, sich freue, liebe, hasse, wache, schlafe, sich erzürne, Wohlwollen hege, und, so sagt er, wenn du dies genau untersucht hast, wirst du ihn in dir selbst2 finden, einfach und vielfach, entsprechend jenem Punkte, der von sich selbst seinen Anfang nimmt3. Soweit jene. Wir brauchen das, was bei den Griechen schon früher ausgedacht worden ist, nicht zum Vergleich anzuführen, da des Monoimos Äußerungen offenbar aus der geometrischen und arithmetischen Wissenschaft herstammen; nur haben die Schüler des Pythagoras sie sachgemäßer behandelt, wie es unsere Leser an den Stellen ersehen können, wo wir die ganze Weisheit der Hellenen dargestellt haben4. Nachdem nun auch die Lehre des Monoimos genügend widerlegt ist, wollen wir sehen, was die übrigen zusammenbrauen, um einen hohlen Namen berühmt zu machen.

1: Gö.
2: Gö.
3: Roeper.
4: Buch I, 2; IV, 51 (VI, 23).

 

 

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Inhaltsverzeichnis
Einleitung. Widerlegung aller Häresien

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger