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Hippolytus von Rom († um 235) - Widerlegung aller Häresien (Refutatio omnium haeresium)
Buch VI.

20.

Seine Schüler gebrauchen Zauberei und Beschwörungen, Liebestränke und Verführungsmittel, senden sogenannte traummachende Dämonen denen, die sie verwirren wollen. Sie veranstalten auch sogenannte Paredren1 und haben Bildnisse des Simon in Gestalt des Zeus und der Helena in Gestalt der Athene, und beten diese an, indem sie Simon Kyrios2 und Helena Kyria3 nennen. Wenn aber einer, der bei ihnen die Bildnisse Simons oder Helenas sieht, sie mit dem richtigen Namen nennt, so wird er ausgeschlossen als einer, der die Mysterien nicht kennt. Simon täuschte durch Zauberei viele in Samaria und wurde von den Aposteln überführt und verflucht, wie es in den Acta4 geschrieben steht. Er fiel später ab und verlegte sich auf [S. 157] diese Dinge. Ja er kam bis nach Rom und widerstand den Aposteln; da er viele durch Zaubereien verführte, stellte sich ihm Petrus des öfteren entgegen. Schließlich ging er..... und lehrte, unter einer Platane sitzend. Und als es am Ende nahe daran war, daß er, weil er dasselbe Geschäft allzu lange betrieb, überführt würde, sagte er, er würde, wenn er lebend eingegraben würde, am dritten Tage wieder auferstehen. Und nachdem von seinen Schülern auf sein Geheiß eine Grube ausgehoben worden war, befahl er, daß er eingegraben würde. Sie taten nun, wie ihnen befohlen; er blieb aber bis auf den heutigen Tag aus; er war eben nicht der Messias. Dies ist nun des Simon Historia, von der ausgehend Valentinus dasselbe mit anderen Worten sagt. Der Nus und die Aletheia5 und der Logos6 und die Zoe7 und der Mensch und die Kirche, die Äonen des Valentinus, sind offenbar die sechs Wurzeln des Simon, Nus, Epinoia, Phone, Onoma, Logismos und Enthymesis. Da wir wohl des Simon Fabelmachwerk genügend auseinandergesetzt haben, wollen wir sehen, was Valentinus von sich gibt.

1: Geisterspuk.
2: Herr.
3: Herrin.
4: Act. 8, 9 ff.
5: Wahrheit.
6: Das Wort.
7: Leben.

 

 

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Inhaltsverzeichnis
Einleitung. Widerlegung aller Häresien

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger