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Ambrosius von Mailand (340-397) - Lukaskommentar (mit Ausschluß der Leidensgeschichte)
Achtes Buch, Luk. 16,14-19,27
10. Das Gleichnis von den zehn Pfunden, Luk. 19, 11―27: Heilsgeschichtlicher Zweck der Parabel (91). Moralische und mystische Erklärung der fünf, bezw. zehn Talente und Pfunde (92—94). Typische Deutung der Arbeiter im Weinberg (95), der zehn Städte (Seelen) und ihrer Vorsteher (Priester) (96).

92.

Aus dem einen Pfund sodann schuf der eine zehn, der andere fünf andere. Vielleicht sind es Pfunde im moralischen Sinn; denn es gibt fünf leibliche Sinne. Jene zehn bilden das Doppelte hiervon, d.i. den mystischen Inhalt des Gesetzes und den moralischen der Rechtschaffenheit. Daher setzte auch Matthäus "fünf Talente" und "zwei Talente"1 : die fünf Talente enthalten das Moralische, die zwei beides, das Mystische und das Moralische. So besagt das numerisch Geringere das sachlich Reichhaltigere. Auch an unserer Stelle können wir unter den zehn Pfund die zehn Aussprüche, d.i. die Gesetzeslehre, unter den fünf Pfunden die Unterweisungen in der Sittenlehre verstehen. Freilich einen Gesetzeskundigen möchte ich in jeder Hinsicht vollkommen wissen; "denn nicht in Worten, sondern in der Kraft besteht das Reich Gottes"2 .

1: Mt 25,15
2: 1 Kor 4,20

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger