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Ambrosius von Mailand (340-397) - Lukaskommentar (mit Ausschluß der Leidensgeschichte)
Siebtes Buch, Luk. 9,27-16,13
9. Mahnungen an die Jünger, Luk. 12, 6―12: Mahnung zur Glaubenseinfalt (109), zur wahren Furcht (110), zum Gottvertrauen (111). Luk. 12, 6 f. auf Gottes Allwissenheit bezogen (112). Die fünf Sperlinge bei Lukas die fünf Sinne des Leibes (113), die zwei bei Matthäus der Leib und die Seele des Menschen (114—118). Der Menschensohn wesensgleich mit dem Heiligen Geist (119). ‚Menschensohn‛ und ,Heiliger Geist‛ von ein und demselben Christus verstanden (120). Die Anschuldigung, Christus treibe im Beelzebub die Teufel aus, eine Lästerung wider den Hl. Geist (121).

120.

„Denn der Heilige Geist wird euch in jener Stunde lehren, was zu sprechen ist‟1. Wenn sonach die Wirksamkeit nur eine ist, ist auch die Lästerung nur eine. Doch kehren wir zum vorliegenden Text zurück! Hier nun dünkt einigen, daß wir unter Festhaltung des Personenunterschiedes und der Wesenseinheit unter ‚Menschensohn‛ und ‚Heiligem Geist‛ ein und denselben Christus zu verstehen haben, indem der eine Mensch und Gott Christus zugleich ein heiliger Geist ist, wie geschrieben steht: „Geist vor unserem Angesicht ist Christus der Herr‟2. Und ebenso ist er heilig; denn wie der Vater Gott und der Sohn Herr ist, und der Vater Herr und der Sohn Gott ist, so ist auch der Vater heilig und der Sohn heilig und der Geist heilig. So rufen denn auch die Cherubim und Seraphim mit unermüdlicher Stimme:„Heilig, heilig, heilig‟3, um mit der dreimaligen Wiederholung der Anrede die Trinität zu bezeichnen. Wenn nun Christus beides ist, welcher Unterschied wäre? Wir sollten nur wissen, daß wir die Gottheit Christi nicht leugnen dürfen. Was wird denn schließlich zur Zeit einer Verfolgung von uns verlangt als die Ableugnung der Gottheit Christi? Wer immer also Gott in Christus und Christus aus Gott und in Gott nicht bekennt, verdient keine Vergebung. Aber auch welcher Geist nur immer nicht bekennt, daß Christus im [S. 389] Fleische gekommen ist, ist nicht aus Gott4. Denn wer seine Menschheit leugnet, hat damit auch seine Gottheit verleugnet, weil Christus Gott im Menschen und Mensch in Gott ist.

1: Luk. 12, 12.
2: Klagel. 4, 20.
3: Is. 6, 3.
4: 1 Joh. 4, 2 f.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger