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Ambrosius von Mailand (340-397) - Lukaskommentar (mit Ausschluß der Leidensgeschichte)
Fünftes Buch, Luk. 5,12-7,28
5. Apostelwahl. Bergpredigt, Luk. 6, 12―49: Höhenmenschen und Höhenwege (41). Der betende Heiland unser Fürsprecher, unser Vorbild (42―43). Gottes Vorsehung in der Berufung seiner Apostel (44), selbst des Judas (45). Das heil- und heilsbedürftige Volk in Niederungen lagernd (46), Christus und die Apostel auf Bergeshöhe stehend (47). Das Wort Gottes der Schlüssel zu den Schätzen der göttlichen Weisheit (48). Die vier Makarismen bei Lukas inhaltlich gleich den acht bei Matthäus (49—50). Die äußere Reihenfolge der acht Seligpreisungen (51) von einem inneren Ursächlichkeitsverhältnis bedingt (52). Die Armen im Geiste (53). Die Sanftmütigen (54). Die Trauernden (55). Die Hungernden nach der Gerechtigkeit (56). Die Barmherzigen (57). Die Friedfertigen (58). Die Leidenden um der Gerechtigkeit willen (59). Ursächlichkeitsverhältnis und stufenweiser Tugendfortschritt in den acht Seligkeiten (60). Unterschiedliche Lohn- und Seligkeitsgrade nach den Tugendgraden (61). Die vier lukan. Seligpreisungen den vier Kardinaltugenden entsprechend: jede der letzteren schließt die übrigen ein (62—68). Des Herrn Wehe über die Reichen gilt deren Mißbrauch des Reichtums (69), oder aber den Juden, den Häretikern, den Weltweisen (70). Des Herrn Wehe über die Menschenlobhascher auf die Konzilsteilnehmer von Rimini bezogen (71). Zum Lohnmotiv der Seligkeiten bei Matthäus fügt Lukas das der Strafe und Liebe (72). Der Heroismus der Liebe die Feindesliebe (73). Nicht Wiedervergeltung des Bösen, sondern Wiedervergeltung des Guten (74), ja Vergeltung des Bösen mit Gutem ist Pflicht (75). Äußerungen der letzteren Art von Feindesliebe (76). Christus in Wort und Tat deren Vorbild (77), die Kindschaft Gottes ihr Lohn (78). Gottes Regen über die Ungerechten seine Offenbarungen an das Judenvolk (79). Warnung vor Aburteilung über andere (80). Allegorische Deutungen von Luk. 6, 43: des Feigenbaumes (Auferstehung), der Dornen (Welt), der Hecken (Leib), der Traube (Christus), des Fundamentes (Gehorsam) (81—82).

77.

So sehen wir denn des Apostels Wort: „Die Liebe ist geduldig, ist gütig, eifert nicht, bläht sich nicht auf‟1 in den obigen Vorschriften2 voll und ganz eingelöst. Ist sie geduldig, schuldet sie auch dem Geduld, der sie schlägt; ist sie gütig, darf sie die Schmähungen nicht erwidern; sucht sie nicht das Ihrige3, darf sie dem, der sie beraubt, keinen Widerstand entgegensetzen; eifert sie nicht, darf sie den Feind nicht hassen. Gleichwohl überbieten noch die Vorschriften der göttlichen Liebe die des Apostels; denn mehr besagt „vergeben‟ als „nachgeben‟; mehr besagt „die Feinde lieben‟ als „nicht eifern‟. Dies alles nun hat der Herr sowohl gelehrt wie getan. Er schalt nicht, da er gescholten ward4, gab den Schlag nicht zurück, da er geschlagen ward5, leistete nicht Widerstand, da er beraubt ward6, erflehte, da er gekreuzigt wurde, selbst seinen [S. 245] Verfolgern Vergebung mit der Bitte: „Vater, verzeih ihnen die Sünde; denn sie wissen nicht, was sie tun!‟7 Die Verbrecher, die sich an ihm vergriffen, entschuldigt er von Verbrechen. Sie bereiteten das Kreuz, er vergalt es mit Heil und Gnade.

1: 1 Kor. 13, 4.
2: Luk. 6, 28 f.
3: 1 Kor. 13, 5.
4: 1 Petr. 2, 23.
5: Luk. 22, 64.
6: Luk. 23, 34 b.
7: Luk. 23, 34 a.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger