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Ambrosius von Mailand (340-397) - Lukaskommentar (mit Ausschluß der Leidensgeschichte)
Fünftes Buch, Luk. 5,12-7,28
4. Die beiden Sabbatkonflikte, Luk. 6, 1―11: Allegorische Deutung des Ährenpflückens der Apostel: Der Acker die Welt, die reife Saat die Heiligen, die strotzenden Ähren die Tugendverdienste, der Hunger das Heilsverlangen der Apostel (28—29), der Sabbat der Ruhetag der Auferstehungszeit (30), der „zweiterste“ Sabbat der Neue Bund (31). David, im Tempel die Schaubrote verzehrend, Typus Christi, bezw. des allgemeinen Priestertums (32 f.). Christi Tun die Erfüllung des Gesetzes (34). Abimelechs Gastfreundschaft (35), ihre mystische Bedeutung (36). Die Schaubrote Typus des eucharistischen Leibes Christi; der Hirte Doeg Typus des Verräters Judas; Abiathar Typus des Hohenpriesters Christus (37—38). — Allegorische Deutung der Heilung der verdorrten Hand: Die weltlichen, nicht die guten Werke haben am Sabbat zu ruhen (39). „Strecke deine Hand aus!“ Ethische Reflexionen (40).

39.

[Forts. v. [S. 225] ] Von da nun geht der Herr Jesus auf etwas anderes über. Nachdem es nämlich seine Absicht war, dem ganzen Menschen Heilung zu bringen, setzte er diese von Glied zu Glied fort, so daß er in Wahrheit fragen konnte: „Ihr zürnt über mich, weil ich den ganzen Menschen am Sabbate gesund gemacht habe‟?1 So belebte er an dieser Stelle2 jene Hand, die Adam ausstreckte, um des verbotenen Baumes Frucht zu pflücken, mit den Heilssäften guter Handlungen: sie, die ob des frevlen Tuns verdorrt war, sollte durch gute Werke gesunden. Hierbei schalt Christus die Juden; denn diese verletzten infolge verkehrter Auslegungen die Gesetzesvorschriften, indem sie glaubten, man müsse am Sabbate auch von den guten Werken ausruhen, während das Gesetz in seiner dermaligen Form nur die Gestaltung des Zukünftigen vorbildete, das doch bloß ein Ausruhen vom Bösen, nicht vom Guten in sich schloß. Denn wenn auch die weltlichen Arbeiten insgesamt ruhen sollen, bedeutet doch das Ausruhen im Lobe Gottes kein Feiern im Gutestun.

1: Joh. 7, 23.
2: Luk. 6, 6 ff.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger