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Ambrosius von Mailand (340-397) - Lukaskommentar (mit Ausschluß der Leidensgeschichte)

Fünftes Buch, Luk. 5,12-7,28

1. Heilung eines Aussätzigen, Luk. 5, 12―15: Das vierte Wunder seit der Rückkehr Jesu (Luk.), das erste Wunder seit der Bergpredigt (Matth.); Begründungen (1). Das Wunder offenbart ebenso des Herrn Macht wie des Aussätzigen Glauben und Demut (2). Wollen und Vollbringen sind bei Gott eins (3). Apologetische und ethische Bedeutung des Wundervorganges (4). Die Heilung aller vom Sündenaussatz; subjektive Erfordernisse (5). Der bekehrte Sünder eine Weihegabe an Gott (6). Die Berührung des Aussätzigen ein Beweis der Herablassung wie der Erhabenheit des Herrn über das Gesetz (7). Die Auflagen an den Geheilten zeugen für den Gesetzeserfüller, nicht wider den Gesetzesverächter (8). Notwendige Disposition zur Gotteserkenntnis (9).

1.

„Und es geschah, als er in einer der Städte war, sieh, da war ein Mann voll Aussatz, und er fiel nieder auf sein Angesicht, bat ihn und sprach: Herr, wenn Du willst, so kannst Du mich gesund machen. Da streckte er die Hand aus, berührte ihn und sprach: Ich will, sei rein!‟1

Mit gutem Grund wird ein bestimmter Ort, wo der Aussätzige gereinigt wird, nicht genannt um anzuzeigen, daß nicht allein die Bevölkerung einer bestimmten Stadt, sondern die Bevölkerung sämtlicher Städte Heilung fand. Mit gutem Grund reiht sich aber auch nach Lukas dessen Heilung an das vierte Wunder seit der Ankunft des Herrn in Kapharnaum an. Denn wenn [S. 205] der Herr den vierten (Schöpfungs-) Tag mit der Sonne aufhellte und herrlicher denn die übrigen schuf, so muß uns auch dieses Wunderwerk als ein besonders herrliches gelten. Matthäus führt diesen Kranken als ersten ein, der nach den Seligpreisungen vom Herrn geheilt wurde2. Nachdem nämlich der Herr gesprochen: „Ich bin nicht gekommen, das Gesetz aufzuheben, sondern zu erfüllen‟3, sollte er, der vom Gesetze ausgeschlossen wurde4, die Hoffnung auf Heilung auf die Macht des Herrn setzen und überzeugt sein, daß die Gnade, welche eines Aussätzigen Unreinheit abzuwaschen imstande ist, nicht aus dem Gesetze stammt, sondern über das Gesetz erhaben ist.

1: Luk. 5, 12 f.
2: Matth. 8, 3.
3: Matth. 5, 17.
4: Lev. 14, 1 ff.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger