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Ambrosius von Mailand (340-397) - Lukaskommentar (mit Ausschluß der Leidensgeschichte)
Zweites Buch, Luk. 1,26-3,22
9. Johannes der Täufer, Luk. 3, 1―20: Das Wort Gottes wirkt im Täufer die Anfänge der Heidenkirche (67). Der Bußprediger Johannes Typus des Gesetzes, des „Heroldes der Kirche“ (68). Schon seine Kleidung aus Kamelhaaren (69), sein Ledergurt (70), seine Nahrung von Heuschrecken (71) und Waldhonig symbolische Hinweise auf die Erlösung der Heidenwelt (72). Johannes „die Stimme“ des Wortes Gottes (73). Seine Strafpredigt, bezw. göttliche Erleuchtung weist vergeblich die Juden auf den rettenden Weg der Buße (74). Den Verdienst- (Nachahmung Abrahams), nicht Geburtsadel (Abstammung von Abraham) sollten die Juden als ihr Vorrecht ansprechen. Die Steine (Luk. 3, 8) die in Sünden verhärteten Heiden (75). Die im Heil fortschreitende Heidenwelt unter dem Bild der Bäume (76). Besondere Standespflichten; die Barmherzigkeit die Pflicht aller (77). Des Täufers Herzenskenntnis ein göttliches Charisma. Auch die Juden bekunden in ihrer Art die Ankunft Christi (78). Des Täufers Bußtaufe nur Ablutionsritus, Christi Gnadentaufe Ablution und Heiligung (79). Christus „der Mächtigere“ schlechthin (80). Als Repräsentant des Judenvolkes spricht der Täufer: „Er muß wachsen, ich abnehmen“. Die Schuhe Christi Symbol der Predigt des Evangeliums (81), die Wurfschaufel Sinnbild der Richtergewalt Christi (82).

68.

„Es kam aber das Wort‟, damit der heilige [S. 93] Täufer Johannes Buße predige. Darum erblickt man zumeist im heiligen Johannes einen Typus des Gesetzes, weil das Gesetz die Sünde wohl aufdecken konnte, nicht vergeben konnte1. Denn das Gesetz rief einen, der den Weg der Heiden einschlug, nur zurück, hielt ihn von Verbrechen ab, mahnte ihn zur Buße, um Gnade finden zu können. „Das Gesetz aber und die Propheten reichten bis auf Johannes‟2. Johannes aber ist der Herold Christi. So ist das Gesetz der Herold der Kirche und der Bußweg zur Gnade. Eine kurze, zutreffende Wendung des heiligen Lukas: mit den Worten „es sei gekommen über ihn Gottes Wort‟ erklärt er ihn als Propheten. Anderes fügt er nicht bei. Niemand nämlich, der des Wortes Gottes voll ist, bedarf seinerseits einer Beglaubigung. Mit der Hervorhebung der einen Tatsache erklärt er alles.

1: Vgl. Röm. 3, 20.
2: Luk. 16, 16.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
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