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Ambrosius von Mailand (340-397) - Lukaskommentar (mit Ausschluß der Leidensgeschichte)
Zweites Buch, Luk. 1,26-3,22
4. Die Geburt Jesu, Luk. 2, 1―20: Der Zensus des Augustus typisch der Zensus Christi, bezw. der Kirche, darum geistlicher (36), universaler Art (37), der erste seiner Art (38). Christi Geburts-, bezw. der Menschen Erlösungsurkunde im Evangelium weist alle Formalitäten einer profanrechtlichen Urkunde auf (39). Lukas berichtet kurz über die menschliche, Johannes des näheren über die himmlische Geburt Christi (40). Nur die Kindheitsgeschichte Jesu bringt Lukas: Christus unsertwegen ein armseliges Kind (41); die menschliche Hülle birgt seiner Gottheit Fülle. Nicht das Wort, sondern der Sinn der Schrift entscheidet (42). Die Eselin, ein Typus der Heidenwelt, „erkannte ihren Herrn“: die Erkenntniskriterien (43). Die Weisen aus dem Morgenlande. Symbolische Bedeutung ihrer Geschenke (44). Christus der Stern (45). Christus der Weg. Lehre von den zwei Wegen (46). Allen Erdenpilgern winkt das Ziel des Himmelslohnes (47). Die Magier Nachkommen Balaams, Erben seines Blutes und Glaubens (48). Herodes ein Verfolger, aber nicht Leugner der Gottheit Christi; die ermordeten Kinder Opfer und Blutzeugen derselben (49). Die wachenden Hirten Vorbilder der Priester und Bischöfe, bezw. der himmlischen Schutzgeister der Kirche (50). Die dreimalige Engelsendung zur Beglaubigung der Geburt des Herrn (51). Die „Heerschar“ der Engel; ihr Lobgesang kündet die Gottheit des Herrn (52). In Glaubenssachen dürfen weder Person noch Worte der Hirten gering eingeschätzt werden (53). Das Beispiel Marias, der züchtigen, lernenden, schweigenden Jungfrau (54).

46.

[Forts. v. [S. 79] ] Vernimm eine weitere Lehre! Auf einem anderen Wege kamen die Weisen, auf einem anderen kehren sie zurück. Nachdem sie nämlich Christus geschaut, Christus erkannt hatten, traten sie besser fürwahr, als sie gekommen waren, den Rückweg an. Zwei Wege gibt es ja, einen, der zum Verderben führt, einen, der zum Reiche führt1. Jener ist der Sündenweg, der zu Herodes führt, dieser Weg ist Christus, auf dem man ins Vaterhaus zurückgelangt; denn hier ist nur ein vorübergehendes Verweilen, wie geschrieben steht: „Gar lange schon war meine Seele (in der Fremde) weilend‟2. So laßt uns denn dem Herodes, dem vorübergehenden Träger weltlicher Macht, aus dem Wege gehen, um zur ewigen Wohnstätte des himmlischen Vaterlandes zu gelangen!

1: Vgl. Matth. 7, 13 f.
2: Ps. 119, 6 [hebr. Ps. 120, 6].

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
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