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Ambrosius von Mailand (340-397) - Lukaskommentar (mit Ausschluß der Leidensgeschichte)
Erstes Buch, Luk. 1, 1―25
1. Der Prolog zum Evangelium, Luk. 1,1-4: Verwandte Erscheinungen in der alt- und neutestamentlichen Heilsgeschichte: wahre und falsche Propheten (1). Apokryphe Evangelien (2). Die Wirksamkeit der Inspirationsgnade im Hagiographen (3). Das Wort, nicht das Wunder das Mittel der Glaubensverbreitung (4). Vom Schauen des Wortes Gottes (5—7). Intention und Handlung, die beiden Tugendfunktionen im Vollkommenen (8—9). Der menschliche Wille und die Inspiration (10). Nicht Vollständigkeit, sondern Sorgfältigkeit ein formaler Vorzug der Lukasschrift (11). Das Evangelium ein den Gläubigen anvertrautes Pfand (12). Vom Mottenfraß der Häresie (13). Vom Rost der Sünde an der Seele (14).

4.

Was nämlich in Fülle da ist, dessen mangelt niemand, und was in Erfüllung gegangen, das bezweifelt keiner, weil die Verwirklichung Glaubwürdigkeit begründet, der schließliche Ausgang sie offen dartut. So ist nun das Evangelium eine erfüllte Tatsache und strömt (in seiner Überfülle) über auf alle Gläubigen auf dem ganzen Erdkreise und befruchtet den Geist und bestärkt den Sinn aller. Mit Recht hebt darum (der Evangelist), [S. 16] der „im Felsen (Christus) gründend‟1 die ganze „Fülle des Glaubens‟2 und die Kraft der Standhaftigkeit in sich aufgenommen, hervor: „die in uns erfüllt worden sind‟. Denn nicht mit Zeichen und Wundern, sondern durch das Wort scheiden diejenigen das Wahre und Falsche auseinander, welche die Heilsgeschichte des Herrn darstellen, oder welche ihren Sinn auf das Wunderbare an ihm hinlenken. Denn was wäre so vernünftig als der Glaube, daß die Werke übermenschlicher Art, von denen man liest, Wirkungen einer höheren Natur sind, oder aber der Glaube, daß das Sittliche3, von dem man liest, das Erlebnis einer wirklich angenommenen Menschheit4 ist? So gründet denn unser Glaube in Wort und Vernunft, nicht in Wunderzeichen.

1: Luk. 6, 48.
2: Hebr. 10, 22.
3: das nach Proöm. 7 etwas spezifisch Menschliches ist.
4: Im Gegensatz zur doketischen Auffassung.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
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