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Märtyrerakten - Die Akten des Hl. Pionius und seiner Genossen

20.

Als er aber schwieg, befahl der Prokonsul, ihn festzubinden, um, was er mit Worten nicht konnte, durch die Folter auszupressen. Als er nun auf der Folter lag, sagte der Prokonsul: Opfere! Er antwortete: Nein. Wiederum der Prokonsul: Viele haben geopfert, sind den Qualen entgangen und freuen sich des Lichtes; opfere! Er antwortete: Ich opfere nicht. Wiederum der Prokonsul: Opfere! Er antwortete: Nein. Der Prokonsul: Durchaus nicht? Er antwortete: Auf keine Weise. Der Prokonsul: In welcher Überzeugung gehst du so hochmütig dem Tode entgegen? Tu, was dir befohlen ist! Er antwortete: Ich bin nicht hochmütig, sondern ich fürchte den ewigen Gott. Der Prokonsul: Was sagst du? Opfere! Jener antwortete: Du hast gehört, daß ich den lebendigen Gott fürchte. Wiederum der Prokonsul: Opfere den Göttern! Er antwortete: Ich kann es nicht. Nach dieser klaren und festen Willenserklärung des seligen Märtyrers hielt der Prokonsul lange Beratung mit seinen Räten und wandte sich dann wieder an Pionius: Du bleibst bei deinem Vorsatze und gibst auch jetzt noch kein Zeichen von Reue? Jener antwortete: Keines. Der Prokonsul: Du hast die Freiheit, reiflicher zu überlegen und zu ermessen, was für dich zu tun das Beste sei. Jener antwortete: Keineswegs. Darauf der Prokonsul: Weil du denn so zum Tode eilst, sollst du lebendig verbrannt werden. Und er ließ von einer Tafel das Urteil verlesen: Wir befehlen, daß Pionius, ein Mann von gotteslästerischem Sinn, der sich als Christen bekannt hat, durch die rächenden Flammen verbrannt werde, damit die Menschen abgeschreckt und die Götter gerächt werden.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger