Titel newsletter aktuell suche Titel werke start
Irenäus († um 200) - Erweis der apostolischen Verkündigung (Demonstratio apostolicae praedicationis)
II. Zweiter Hauptteil. Beweis der Wahrheit der Offenbarungslehre aus dem äusseren Zeugnis der heilsgeschichtlichen Tatsachen.
Zweiter Abschnitt. Die Erfüllung der einzelnen Weissagungen über Jesu Lebensverhältnisse, Wirksamkeit, Leiden und Auferstehung.

61.

Was die Einigkeit, Eintracht und den Frieden unter den andersgearteten und ihrer Natur nach einander widerstrebenden und feindseligen Wesen angeht, so sagen die Alten, daß es wirklich bei der Ankunft Christi, wenn er kommen wird, um als König über alles zu herrschen, so sein werde. Siehe, nun ist sie eine bildliche Bezeichnung jener friedlichen Vereinigung von Menschen ungleicher Abstammung, aber gleicher Gesinnung durch den Namen Christi, in Eintracht, daß den einträchtigen Gerechten, welche mit den Rindern, den Lämmern, den Böcklein und den Kindern verglichen werden, keinen Schaden mehr zufügen jene, welche in den vorangehenden Zeiten wegen ihrer Habsucht wie wilde Tiere geartet und gesinnt waren, Männer und Weiber, so daß manche von ihnen Wölfen, manche Löwen ähnlich waren, die Schwachen beraubend und mit ihresgleichen Krieg führend. Die Weiber aber „waren so ähnlich den Panthern und Ottern, welche mit tödlichem Gift wohl1 sogar ihre Lieben zu töten imstande waren, oder durch ihre Begierden. Jetzt werden sie vereint in meinem2 Namen und werden von Gottes Gnade gerechte Sitten gewinnen, nach denen sie ihre wilde und ungebändigte Natur umwandelten. Und das ist auch eingetroffen. Solche, welche vorher voll Bosheit waren, so daß sie kein gottloses Werk lassen konnten, haben durch die Lehre Christi und den Glauben an ihn, zugleich indem sie gläubig wurden, sich umgewandelt, so daß sie jetzt selbst über die Pflicht hinausgehende Werke der Gerechtigkeit nicht unterlassen. Solche Umwandlung bewirkt der Glaube an Christus, den Sohn Gottes, in seinen Bekennern. Der Ausdruck; „Er wird auferstehen, die Heiden zu beherrschen“, will ankünden, daß er von den Toten auferstehen und bekannt und geglaubt werden sollte als Gottes Sohn und König. Deshalb sagt er: „Und es wird seine Auferstehung herrlich sein.“ Damit ist seine Majestät gemeint, denn als er auferstand, da wurde er als Gott verherrlicht.

1: Im armenischen Ausdruck therews ardewk ist die sklavische Wiedergabe eines griechischen τάχ᾽ἂν zu erkennen; wieder eine Spur der griechischen Vorlage [Mitteilung P. Daschians]. Vgl. zu τάχα Röm. 5, 7, Philem. 15
2: d. h. Christi

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis

Navigation
Einleitung.
I. Erster Hauptteil. ...
II. Zweiter Hauptteil. ...
. Der leitende Grundsatz.
. Erster Abschnitt. Die ...
. Zweiter Abschnitt. ...
. . Mehr
. . 53.
. . 54.
. . 55.
. . 56.
. . 57.
. . 58.
. . 59.
. . 60.
. . 61.
. . 62.
. . 63.
. . 64.
. . 65.
. . 66.
. . 67.
. . 68.
. . 69.
. . 70.
. . Mehr
. Dritter Abschnitt. ...
. Schluss. Ermunterung ...

Titel Top Back Next
 
Kontakt: Griechische Patristik und orientalische Sprachen - Miséricorde - Av. Europe 20 - CH-1700 Fribourg
Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger