Titel newsletter aktuell suche Titel werke start
Irenäus († um 200) - Erweis der apostolischen Verkündigung (Demonstratio apostolicae praedicationis)
II. Zweiter Hauptteil. Beweis der Wahrheit der Offenbarungslehre aus dem äusseren Zeugnis der heilsgeschichtlichen Tatsachen.
Zweiter Abschnitt. Die Erfüllung der einzelnen Weissagungen über Jesu Lebensverhältnisse, Wirksamkeit, Leiden und Auferstehung.

72.

Derselbe Prophet1 sagt über die Leiden Christi ferner auch das Folgende: „Siehe, wie der Gerechte untergeht, und niemand nimmt es zu Herzen. Die gerechten Männer werden hinweggerafft, und niemand macht es Bedenken, weil im Namen [angesichts] der Gottlosigkeit die Gerechten der Vernichtung verfallen. Möge Frieden sein Grab sein, er ist hinweggenommen.“ Und welcher andere ist der vollkommen Gerechte als der Sohn Gottes, welcher diejenigen zur vollkommenen Gerechtigkeit führt, welche an ihn glauben und welche gleich ihm verfolgt und getötet werden? Der Ausspruch: „Möge Frieden sein Grab sein“, tut kund, wie er für unsere Erlösung starb; denn Frieden bedeutet soviel als Erlösung. Auch weist er darauf hin, daß diejenigen, welche zuvor als Feinde und Gegner einander gegenüberstanden, im gemeinsamen Glauben an ihn Frieden miteinander halten werden. Denn sie sollen durch den gemeinsamen Glauben an ihn Freunde und Geliebte werden, und sind es auch. Mit dem Worte: „er ward hinweggenommen“, deutet er seine Auferstehung von den Toten an. Da er nach seinem Begräbnis auch nicht mehr als Toter erschien, weil er durch seinen Tod und seine Auferstehung unsterblich bleiben sollte, sagt der Prophet: „Leben hat er erbeten und du gabst es ihm und die Dauer seiner Tage für immer und ewig“2 . Wozu aber sagt er doch: „Er hat Leben verlangt“, da er doch sterben sollte! Damit verkündigt er eben seine Auferstehung von den Toten und daß er einmal von den Toten auferstanden, unsterblich ist. Denn er hat das Leben erhalten, um aufzuerstehen, und die Dauer der Tage für immer und ewig, damit er unvergänglich sei.

1: Die folgende Stelle findet sich nicht bei Jeremias, sondern bei Isaias 57,1-2
2: Ps. 20,5

 

 

Informationen
Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis

Navigation
Einleitung.
I. Erster Hauptteil. ...
II. Zweiter Hauptteil. ...
. Der leitende Grundsatz.
. Erster Abschnitt. Die ...
. Zweiter Abschnitt. ...
. . Mehr
. . 64.
. . 65.
. . 66.
. . 67.
. . 68.
. . 69.
. . 70.
. . 71.
. . 72.
. . 73.
. . 74.
. . 75.
. . 76.
. . 77.
. . 78.
. . 79.
. . 80.
. . Mehr
. Dritter Abschnitt. ...
. Schluss. Ermunterung ...

Titel Top Back Next
 
Kontakt: Griechische Patristik und orientalische Sprachen - Miséricorde - Av. Europe 20 - CH-1700 Fribourg
Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger