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Irenäus († um 200) - Erweis der apostolischen Verkündigung (Demonstratio apostolicae praedicationis)
I. Erster Hauptteil. Die geistige Harmonie der christlichen Glaubenslehre.
Dritter Abschnitt. Die Erfüllung der Erlösung durch Christus als Gottestat. Idee und geschichtliche Tatsache.

38.

Gott der Vater war also voll Erbarmen. Er sandte das wunderwirkende Wort. Es kam uns zu erretten und hielt sich dazu an denselben Orten und Gegenden unter uns auf, wo wir das Leben bei unserm Verweilen verloren haben, und zerbrach die Bande der Gefangenschaft. Sein Licht leuchtete auf und zerstreute die Finsternis des Kerkers, heiligte unsere Geburt und besiegte den Tod, indem er die Fesseln löste, mit denen wir in Knechtschaft gehalten waren. Selbst zum Erstgeborenen der Toten geworden, zeigte er die Auferstehung und weckte in sich selbst den gefallenen Menschen zur Auferstehung, indem er ihn nach oben, zuhöchst in den Himmel zur Rechten des Vaters emporführte. So hatte es Gott durch den Propheten verheißen, als er sprach: „Ich werde wieder aufrichten das zerfallene Zelt Davids“1 , d. h. den Leib, der von David stammt. Das hat in Wahrheit unser Herr Jesus Christus vollbracht, da er unsere Erlösung siegreich erkämpfte, um uns wahrhaft aufzuerwecken vom Tode zum Leben für den Vater. Wollte einer seine Geburt aus der Jungfrau nicht annehmen, wie könnte er seine Auferstehung von den Toten annehmen? Denn es wäre nichts Wunderbares, nichts Erstaunliches und Außerordentliches, sowie ein Nichtgeborener von den Toten auferstanden wäre, und wir könnten dies bei einem Nichtgeborenen auch nicht eine Auferstehung nennen. Denn was nicht geboren ist und nicht sterben kann, was nicht unter die Geburt fällt, das fällt auch nicht unter den Tod. Wer den Anfang des Menschen nicht auf sich nahm, wie könnte er sein Ende übernehmen?

1: Am. 9,11

 

 

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. . 42.
II. Zweiter Hauptteil. ...

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger