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Irenäus († um 200) - Erweis der apostolischen Verkündigung (Demonstratio apostolicae praedicationis)
I. Erster Hauptteil. Die geistige Harmonie der christlichen Glaubenslehre.
Zweiter Abschnitt. Vorbereitung der Erlösung. Sünde und Menschenbosheit. Gottes Barmherzigkeit und Gerechtigkeit.

27.

Als sie dem Lande, welches Gott dem Abraham und seinen Nachkommen verheißen hatte, nahe gekommen waren, wählte Moses je einen Mann aus jedem Geschlechte und sandte sie aus, das Land, seine Städte und seine Bewohner auszukundschaften. Damals offenbarte Gott dem Moses den Namen, der allein Rettung zu bringen vermag, sofern an ihn geglaubt wird; und Moses vertauschte nun den Namen des einen der Abgesandten, des Osee, Sohnes des Nawe [Nun], und nannte ihn Jesus; in der Kraft dieses Namens sandte er sie voll Vertrauen, sie unversehrt wieder zu empfangen, weil sie in dem Namen geführt wurden, der gegeben worden war. Wie jedoch die Abgesandten von ihrer Wanderung und Besichtigung mit ihrer Auskunft zurückkehrten und Weintrauben mitbrachten, da flößten einige von den zwölf Abgesandten dem ganzen Volke bange Furcht ein, Sie sagten, daß große und ummauerte Städte da wären, Söhne von erdgeborenen12 Riesen würden in denselben wohnen, und es sei deshalb unmöglich, das Land zu besetzen. Alles Volk klagte daraufhin voll Kleinmut, als ob nicht Gott da wäre und ihnen Kraft geben und ihnen alles unterwerfen könnte. Und sie setzten das Land herab, als sei es nicht gut einzunehmen und als sei es nicht ratsam, wegen eines solchen Landes sich in Gefahr zu begeben. Zwei von den zwölf Gesandten jedoch, Jesus, der Sohn des Nawe [Nun], und Kaleb, der Sohn des Jephone, zerrissen ihre Kleider wegen dieses unheilvollen Vorfalles und bestürmten das Volk, sich nicht entmutigen und das Vertrauen nicht sinken zu lassen. Gott habe alles in ihre Hand gegeben und das Land sei außerordentlich gut. Doch das Volk ließ sich nicht beruhigen, sondern blieb hartnäckig bei seinem Mißtrauen. Da gab Gott ihrem Weg eine andere Richtung, ließ sie umherirren und züchtigte sie in der Wüste mit seinen Heimsuchungen. Soviel Tage die Kundschafter bis zur Rückkehr gebraucht hatten, es waren deren vierzig — ebensoviele Jahre behielt er sie in der Wüste, für den Tag ein Jahr rechnend. Wer immer von ihnen erwachsen und urteilsfähig gewesen war, behandelte er wegen ihres Mißtrauens als unwürdig, das Land zu betreten. Zwei allein [durften es beziehen], weil sie für die Verheißung gezeugt hatten, Jesus, der Sohn des Nawe, uud Kaleb, der Sohn des Jephone, und jene, welche damals erst Kinder gewesen waren, und zwischen rechts und links noch nicht unterscheiden gekonnt hatten. Das ganze kleingläubige Volk starb in der Wüste. Einer um den andern sank dahin unter der gerechten Strafe für ihren Kleinmut. Die Kinder, welche im Verlauf der vierzig Jahre heranwuchsen, füllten die durch den Tod gerissenen Lücken aus.

1: ?
2: Vgl. die Anmerkung §18

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger