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Irenäus († um 200) - Erweis der apostolischen Verkündigung (Demonstratio apostolicae praedicationis)
I. Erster Hauptteil. Die geistige Harmonie der christlichen Glaubenslehre.
Erster Abschnitt. Gott und Schöpfung nach dem Glauben.

8.

Und der Vater wird im Geiste Erhabener1 und Allmächtiger2 genannt und Herr der Heerscharen3 , damit wir lernen, daß Gott dies eben ist, d. h. Schöpfer des Himmels und der Erde und aller Welten und Erschaffer der Engel und Menschen und Herr von allem, derjenige, von dem alles ist und alles erhalten wird, barmherzig, mitleidig und mildreich, gütig, gerecht, Gott aller, der Juden auch und der Heiden, wie der Gläubigen, und zwar der Gläubigen als Vater. Denn in der Fülle der Zeiten hat er das Testament der Sohnschaft eröffnet, während er den Juden als Herr und Gesetzgeber sich zeigte. Denn in der Mitte der Zeit, als die Menschen Gott vergessen und sich von ihm entfernt hatten und abgefallen waren, da führte er sie durch das Gesetz zum Gehorsam zurück, auf daß sie lernten, sie haben Gott zum Schöpfer und Erschaffer; er hat ihnen den Odem des Lebens geschenkt und wir sind schuldig, ihm zu dienen Tag und Nacht. Den Heiden stellte er sich als den Erschaffer und Hervorbringer und als den Allmächtigen dar. Aber für alle zumal ist er der Erhalter und Ernährer, der König und Richter. Denn niemand wird seinem Gerichte entrinnen, nicht Jude noch Heide und kein Sünder aus den Reihen der Gläubigen und kein Engel. Diejenigen, welche jetzt seiner Güte nicht vertrauen, werden im Gerichte seine Macht erkennen, gemäß dem Worte des Apostels: „Du weißt nicht, daß die Güte Gottes dich zur Buße führt, sondern sammelst in Halsstarrigkeit und Unbußfertigkeit des Herzens den Zorn für den Tag der Rache und der Offenbarung der Gerechtigkeit Gottes, der jedem vergelten wird nach seinen Werken“4 . Das ist im Gesetze Gottes unter dem Ausdruck verstanden: Gott Abrahams, Gott Isaaks und Gott Jakobs, Gott der Lebendigen. Und dennoch ist die Erhabenheit und Größe dieses Gottes unaussprechlich.

1: Vgl. Lk. 1,76
2: Sach. 4,14
3: Jer. 31,35
4: Röm. 2,4-6

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger