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Clemens von Alexandrien († vor 215/16) - Teppiche (Stromateis).
Erstes Buch
XXI. Kapitel

102.

1. Von der griechischen Geschichte ist aber der älteste Teil die argolische, nämlich die Geschichte, die mit Inachos beginnt, wie Dionysios von Halikarnassos in seinen "Jahrbüchern" zeigt.1

2. Um vier2 Menschenalter jünger als die argolische ist die attische Geschichte, die mit dem doppelgestaltigen3 Ureinwohner Kekrops beginnt, wie Tatianus wörtlich sagt;4 um neun Menschenalter jünger aber ist die arkadische Geschichte, die mit Pelasgos beginnt; auch er wird als Ureinwohner bezeichnet.

3. Um noch zwei Menschenalter jünger als die arkadische ist die mit Deukalion beginnende phtiotische Geschichte. Bis zur Zeit des Trojanischen Krieges rechnet man von Inachos an zwanzig oder einundzwanzig Menschenalter, das sind rund vierhundert Jahre und darüber.5

4. Wenn aber nach [S. 92] dem, was Ktesias sagt,6 die assyrische Geschichte um viele Jahre älter als die griechische ist, so wird sich ergeben, daß der Auszug des Moses aus Ägypten, der zur Zeit des Amosis von Ägypten und des Inachos von Argos stattfand, in das 402. Jahr der Herrschaft der Assyrier und das 32. Jahr der Regierung des Beluchos VIII. zu setzen ist.

5. In Griechenland aber war zur Zeit des Phoroneus, des Nachfolgers des Inachos, die Überschwemmung unter Ogyges und die Herrschaft der Könige in Sikyon, zuerst des Aigialeus, dann des Europs, dann des Telchin, und die Herrschaft des Königs Kres in Kreta.7

6. Von Phoroneus sagt nämlich Akusilaos, daß er der erste Mensch gewesen sei.8 Deshalb sagte auch der Dichter des Epos "Phoronis" von ihm, daß er "der Vater der sterblichen Menschen" sei.9

1: Vgl. Dionysios FGrHist 251 F 1.
2: Ich lese mit Hervet und Lagaerde "vier" statt "vierzig".
3: So wird Kekrops genannt, weil er Schlangenfüße hatte.
4: Vgl. Tatianus 39.
5: Vgl. ebd. 38.39.
6: Ktesias Fr. Müller p.41.
7: Vgl. Tatianus 39.
8: Akusilaos FGrHist 2 F 23; vgl. Akusilaos Fr. 20 Diels, Vorsokr. 5. Aufl. I 56,7.
9: Phoronis Fr. 1 Kinkel.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger