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Apostolische Väter - Der Hirte des Hermas
I. Gesichte.
Drittes Gesicht.

6. Kap. Die Deutung der einzelnen Steine wird fortgesetzt.

1. „Willst du auch über die Zerschlagenen und vom Turme weit Weggeschleuderten Auskunft haben? Das sind die Kinder der Sünde; ihr Glaube war Heuchelei, und keine Schlechtigkeit blieb fern von ihnen. Deshalb finden sie das Heil nicht, weil sie wegen ihrer Sünden nicht brauchbar sind für den Bau. Deshalb wurden sie zusammengeschlagen und weit fort geworfen wegen des Herrn Zorn, weil sie ihn geärgert haben. 2. Dann hast du andere in großer Zahl daliegen sehen, die nicht in [S. 192] den Bau kamen; das sind die mit Flecken Behafteten; sie haben die Wahrheit zwar erkannt, aber sie blieben nicht bei ihr und schlossen sich den Heiligen nicht an; deshalb sind sie unbrauchbar.“ 3. „Wer sind dann die mit den Rissen?“ „Sie bedeuten Leute, die im Herzen etwas gegeneinander haben und miteinander nicht im Frieden leben1, vielmehr sich den Anschein des Friedens geben; sobald sie aber auseinander gegangen sind, leben ihre Sünden fort in ihren Herzen; das sind die Risse, welche die Steine haben. 4. Die Verstümmelten sodann sind diejenigen, welche zwar gläubig sind und der Hauptsache nach in Gerechtigkeit leben, aber doch einigen Anteil an der Sünde haben; deshalb sind sie verstümmelt und nicht ganz.“ 5. „Was ist aber dann mit den weißen, rundlichen Steinen, die nicht in das Bauwerk passen, Herrin?“ Sie antwortete mir: „Wie lange noch bist du töricht und unverständig und fragst nach allem und siehst nichts ein? Das sind solche, die zwar den Glauben haben, zugleich aber auch den Reichtum dieser Welt; wenn die Trübsal kommt, dann verleugnen sie ihren Herrn wegen ihres Reichtums und wegen ihrer Geschäfte.“ 6. Ich erwiderte ihr und sagte: „Herrin, wann werden sie brauchbar werden für den Bau?“ „Sie werden dann brauchbar sein für Gott, wenn ihnen der Reichtum, der ihre Seele beherrscht, vermindert worden ist. Wie nämlich der rundliche Stein nur dadurch viereckig wird, dass man ihn behaut und einiges von ihm wegnimmt, so können auch die Reichen in dieser Welt nur dadurch für den Herrn brauchbar werden, dass ihnen der Reichtum beschnitten wird. 7. Erkenne dies zuerst an dir selbst; solange du reich warst, warst du nicht zu brauchen, jetzt aber bist du sehr brauchbar und nützlich für das Leben. Werdet brauchbar für Gott! Denn du selbst wirst aus diesen Steinen genommen.“

1: 1 Thess 5:13; Mk 9:50; 2 Kor 13:11.

 

 

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I. Gesichte.
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. . 5. Kap. Die Bausteine ...
. . 6. Kap. Die Deutung ...
. . 7. Kap. Die Deutung ...
. . 8. Kap. Das Gesicht ...
. . 9. Kap. Mahnung an ...
. . 10. Kap. Das verschiedene ...
. . 11. Kap. Erklärung ...
. . 12. Kap. Die Deutung ...
. . 13. Kap. Erklärung ...
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II. Gebote
III. Gleichnisse

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger