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Origenes († 253/54) - Ermahnung zum Martyrium (Exhortatio ad martyrium)

27.

Damals hätte man die Mutter so vieler Söhne sehen können, wie sie "um ihrer auf Gott gesetzten Hoffnungen willen mutig" die Qualen und den Tod ihrer Söhne ertrug1; denn der Tau der Frömmigkeit und der (kühlende) Hauch der Heiligkeit2 ließen nicht zu, dass sich in ihrem Herzen das in vielen (andern) bei so schweren Leiden brennende Feuer der Mutterliebe entzünden konnte. Nach meiner Ansicht ist aber auch dieser Bericht, den ich im Auszug aus der Schrift angeführt habe, für die gegenwärtige Aufgabe von großem Nutzen. Denn wir sollen erkennen, wie viel gegenüber den härtesten Qualen und den schwersten Martern Frömmigkeit und die Liebe zu Gott vermag, die gar gewaltig viel mehr ausrichtet als jede (andere) Liebe. Mit dieser Liebe zu Gott kann menschliche Schwachheit nicht zusammen wohnen, sondern wird von der ganzen Seele hinweg (gleichsam) über die Grenze getrieben und vermag dort durchaus keine Wirkung auszuüben, wo jemand von sich sagen kann: "Meine Kraft und mein Rühmen ist der Herr3" und: "Alles vermag ich durch den, der mich stark macht, durch Christus Jesus, unsern Herrn4."

1: Vgl. 2 Makk. 7,20.
2: Vgl. Dan. Gebet des Azarias, V. 26.
3: Ps. 117,14.
4: Phil. 4,13 und 1 Tim. 1,12.

 

 

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Quellenangabe
Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkung
Allgemeine Einleitung über Leben und Schriften des Origenes
Einleitung: Ermahnung zum Martyrium

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger