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Justin der Märtyrer († um 165) - Dialog mit dem Juden Trypho (Dialogus cum Tryphone)

75.

1. Auch wurde im Buche Exodus durch Moses in geheimnisvoller Weise verkündet, daß der Name Gottes selbst auch Jesus war - eine Offenbarung, welche weder dem Abraham noch dem Jakob zuteil geworden sein soll. Wir verstehen sie. Es ist also gesagt 1: ‚Der Herr sprach zu Moses: sage diesem Volke: siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, damit er dich behüte auf dem Wege, auf daß er dich führe in das Land, welches ich dir bereitet habe. Habe acht auf ihn und höre auf ihn! Sei ihm nicht ungehorsam! Denn er verläßt dich gewiß nicht. Denn mein Name ist auf ihm.’ 2. Wer hat nun eure Väter in das Land geführt? Sehet es doch endlich einmal ein, daß es der war, welcher diesen Beinamen Jesus (= Josua) erhalten hatte und zuerst Auses genannt worden war! 2. Wenn ihr nämlich dieses einsehen werdet, dann werdet ihr auch erkennen, daß Jesus der Name dessen war, der zu Moses gesprochen hatte: ‚Mein Name ist nämlich auf ihm.’ Denn auch der Name Israel war sowohl ihm (=Christus) gegeben, als [S. 123] auch Jakob beigelegt worden 3. 3. Daß die Propheten, welche entsandt werden, um Gottes Lehre zu verkünden, als Engel und Gesandte Gottes 4 bezeichnet werden, ist bei Isaias geoffenbart. Da sagt nämlich Isaias 5: ‚Entsende mich!’ Daß der, welcher den Beinamen Jesus (Josua) erhielt, ein gewaltiger und großer Prophet geworden ist, weiß jedermann. 4. Wenn wir nun wissen, daß jener Gott 6 dem Abraham, Jakob und Moses sich in so vielen Gestalten geoffenbart hat, warum sollen wir ungläubig daran zweifeln, daß er gemäß dem Willen des Vaters aller auch als Mensch durch eine Jungfrau geboren werden konnte? Haben wir ja doch so viele Schriften, aus welchen klar erkannt werden kann, daß auch diese Geburt vom Vater gewollt war.

1: Exod. 20, 22; 23, 20. 21.
2: Vgl. Num. 13,17.
3: Vgl. Gen. 32, 28.
4: Von Josua sagte nämlich der Herr: Siehe, ich sende meinen Engel.
5: 6, 8.
6: = Christus.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger