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Justin der Märtyrer († um 165) - Dialog mit dem Juden Trypho (Dialogus cum Tryphone)

31.

1. Wenn sich aber zeigt, daß seine Leidensmacht von solchen Wundern begleitet wurde und begleitet ist, wie groß sind erst die Wunder, wenn er in Herrlichkeit erscheint? Denn, wie Daniel offenbarte, wird er als Menschensohn auf den Wolken unter Begleitung von Engeln kommen. 2. Daniels Worte sind 1: ,Ich schaute auf, bis Throne aufgestellt wurden und der Bejahrte sich gesetzt hatte. Er hatte ein Gewand weiß wie Schnee; die Haare des Hauptes waren gleich reiner Wolle, sein Thron gleich einer Feuerflamme, dessen Räder loderndes Feuer, Ein feuriger Strom floß von ihm aus. Tausendmal tausend dienten ihm, zehntausendmal zehntausend standen ihm zur Seite, Bücher wurden geöffnet, und das Gericht setzte sich. 3. Ich achtete sodann auf die Stimme der großen Worte, welche das Horn ertönen ließ. Und das Tier wurde erschlagen, sein Leib ging zugrunde und wurde hingegeben [S. 45] zum Verbrennen im Feuer. Auch den übrigen Tieren ward die Macht genommen, und Lebenszeiten wurden den Tieren bestimmt bis auf einen ganz bestimmten Termin. Ich schaute im Gesichte der Nacht, und siehe: mit den Wolken des Himmels kam er wie des Menschen Sohn, er ging bis zu dem Bejahrten, und er stand vor ihm. Die Dabeistehenden führten ihn zu ihm. Es wurden ihm gegeben Königliche Macht und Ehre und zu seinem Dienste alle Völker der Erde nach ihren Stämmen und alle Herrlichkeit. Seine Macht ist eine ewige Macht, welche nicht genommen wird, und sein Reich wird wahrlich nicht vernichtet. Mein Geist entsetzte sich in meinem Zustand, und die Gesichte meines Hauptes schreckten mich. Ich ging hin zu einem von denen, die da standen, und bat ihn um genaue Auskunft über all dieses. Er gibt mir Antwort und machte mir die Bedeutung der Worte kund: Diese großen Tiere sind vier Reiche, welche von der Erde werden vertilgt werden. Bis zur Ewigkeit, bis zur Ewigkeit der Ewigkeiten werden sie die Herrschaft nicht erlangen. Dann wollte ich mich genau erkundigen über das vierte Tier, das alles vernichtete und äußerst schrecklich war, dessen Zähne aus Eisen und dessen Klauen aus Erz waren, das fraß, zerstückelte und, was übrig blieb, mit den Füßen zerstampfte. Erkundigen wollte ich mich auch über seine zehn Hörner auf dem Haupte und über das eine Horn, welches noch nachwuchs, durch welches drei von den früheren Hörnern ausfielen, welches Augen hatte und einen Mund, der Großes sprach, und dessen Gestalt die übrigen übertraf. Ich sah, wie dieses Horn Krieg führte wider die Heiligen und sie in die Flucht schlug, bis der Bejahrte kam. Der schaffte Recht den Heiligen des Höchsten. Und es kam die Zeit, da die Heiligen des Höchsten die Herrschaft erhielten. 6. Über das vierte Tier wurde mir gesagt: Es wird ein viertes Königreich auf Erden sein, das alle Königreiche hienieden übertreffen, die ganze Erde verschlingen, sie verheeren und zermalmen wird. Die zehn Hörner sind zehn Könige, die erstehen werden; derjenige, welcher nach denselben kommt, wird an Schlechtigkeit die anderen überragen, drei Könige erniedrigen, Worte [S. 46] gegen den Höchsten sprechen, die noch übrigen Heiligen des Höchsten niedertreten und sich daran machen, Zeiten zu ändern. Er wird in seine Hände ausgeliefert werden bis zu einer Zeit und auf Zeiten und auf die Hälfte einer Zeit. 7. Das Gericht setzte sich. Sie werden die Mächte stürzen, um sie zu vernichten und völlig zu zerstören. Das Reich, die Macht und die Größe von den Orten der Reiche, die unter dem Himmel sind, werden dem heiligen Volke des Höchsten gegeben, damit es ein ewiges Reich regiere. Alle Mächte werden sich ihm unterwerfen und ihm gehorchen. Hier endigte die Rede. Ich, Daniel, wurde von der Ekstase gewaltig ergriffen, die Worte wirkten auf mich ein, und ich bewahrte das Gesagte in meinem Herzen’.“

1: 7,9-28.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger