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Justin der Märtyrer († um 165) - Dialog mit dem Juden Trypho (Dialogus cum Tryphone)

15.

[S. 23] 1. Um Gott zu gefallen, lernet nun auch das wahre, Gott gewollte Fasten gemäß dem Worte des Isaias. 2. Dieser hat also gepredigt 1: ,Rufe kräftig und ohne nachzulassen! Wie eine Trompete erhebe deine Stimme und verkünde meinem Volke seine Vergehen und dem Hause Jakob seine Sünden! Tagtäglich suchen sie mich und verlangen meine Wege zu wissen gleich einem Volke, das Gerechtigkeit geübt und Gottes Recht nicht verlassen hat. 3. Sie fordern jetzt von mir gerechte Gerichte und verlangen Gott zu nahen und sagen: Wie kommt es, daß wir fasteten und du nicht darauf sahest, daß wir uns demütigten und du nicht darauf achtetest? An euren Fasttagen findet ihr ja euren eigenen Willen und plaget ihr alle eure Untertanen. Sehet, ihr fastet, um zu kritisieren und zu streiten, und mit Fäusten schlaget ihr den Armen. Wollt ihr mir bis heute fasten, damit man eure Stimme schreien hört? 4, Nicht habe ich es gewünscht, daß der Mensch sich bei diesem Fasten den Tag über kasteie. Nicht einmal wenn du deinen Nacken wie einen Reif beugst und dich auf Sack und Asche bettest, könntet ihr von einem Fasten und einem Tage sprechen, die dem Herrn angenehm sind. Nicht solche Fasten habe ich gewünscht, spricht der Herr. Löse vielmehr jegliche Bande des Unrechts, streife ab die Fesseln erzwungener Vereinbarungen, lasse die Geknechteten frei und zerreiße jeden ungerechten Vertrag! 5. Brich dem Hungernden dein Brot, und obdachlose Arme führe in dein Haus! Siehst du einen Nackten, so bekleide ihn, und von deinen Blutsverwandten sondere dich nicht hochmütig ab! Dann wird früh hervorbrechen dein Licht, und rasch deine Heilung gedeihen. Deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit Gottes wird dich umgeben. Dann wirst du rufen, und Gott wird dich hören; noch während du sprichst, wird er sagen: Siehe, hier bin ich! 6. Wenn du weggetan hast von dir die Kette, nicht mehr die Finger ausstreckest und murrest, wenn du dem Hungernden von Herzen dein Brot gibst und den Dürftigen sättigest, dann wird dein Licht aufgehen in der [S. 24] Finsternis, deine Finsternis wird sein wie der Mittag, dein Gott wird stets mit dir sein, deinem Wunsche gemäß wirst du gesättigt werden, deine Gebeine werden Kraft bekommen und werden sein wie ein wohlbefeuchteter Garten und eine Wasserquelle oder wie ein Land, dem kein Wasser mangelt.’

7. Beschneidet also die Vorhaut eures Herzens, wie es die Worte Gottes in allen diesen Reden verlangen!

1: 58,1-11.

 

 

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Letzte Änderung am 4. April 2008.
Gregor Emmenegger