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Cassian († 430/35) Sieben Bücher über die Menschwerdung Christi (De incarnatione Domini contra Nestorium)
Quellenangabe:
Sämtliche Schriften des ehrwürdigen Johannes Cassianus : zweiter Band / aus d. Urtexte übers. von Karl Kohlhund. (Bibliothek der Kirchenväter, 1 Serie, Band 68), Kempten 1879.
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Inhalt Alles ausklappen
- Vorwort des Priesters Johann Cassian zu den Büchern über die Menschwerdung Christi gegen den Häretiker Nestorius
- Erstes Buch
- Zweites Buch
- 1. Dass die Irrtümer der neuern Häretiker schon in ihren Urhebern und Erfindern verworfen und widerlegt worden seien.
- 2. Dass die jungfräuliche Gottesmutter nicht nur Christusgebärerin, sondern auch Gottesgebärerin und Christus wahrhaft Gott sei, wird nun bewiesen.
- 3. Er setzt denselben Beweis fort mit Zeugnissen des alten Testamentes.
- 4. Er bringt aus dem Apostel Paulus Beweise für dieselbe Lehre vor.
- 5. Er schließt aus den Geschenken der göttlichen Gnade, die wir durch Christus empfangen, dass derselbe wahrhaft Gott sei.
- 6. Dass die Macht, göttliche Gnade zu verleihen, Christo nicht mit der Folge der Zeit zugegangen, sondern ihm von Anfang an sei angeboren gewesen.
- 7. Dass in Christo von Ewigkeit her vollkommen war, ist und sein wird: die Gottheit, die Majestät, die Macht, die Kraft usw.
- Drittes Buch
- 1. Dass ebenderselbe Gottmensch Christus dem Fleische nach aus Israel und aus der Jungfrau Maria geboren sei.
- 2. Der Name Gottes wird anders Christo, anders den Menschen erteilt.
- 3. Er erklärt jenes Wort des Apostels: „Wir kennen von jetzt an niemand dem Fleische nach.“
- 4. Er führt nun eine Stelle aus dem Briefe an die Galater an, durch welche er beweist, dass die Schwäche des Fleisches in Christo durch die Gottheit verschlungen sei.
- 5. Wie es eine Gotteslästerung ist, Christo die Gottheit zu nehmen, so ist es auch gotteslästerlich, zu leugnen, dass er wahrer Mensch sei.
- 6. Aus der Erscheinung Christi, welche dem Apostel bei seiner Verfolgung der Kirche zuteil wurde, beweist er nun, dass beide Naturen in ihm gewesen seien.
- 7. Nun lehrt er noch mit andern Zeugnissen des Apostels, dass Christus Gott sei.
- 8. In dem Bekenntnisse der Gottheit Christi sei das Bekenntnis des Kreuzes nicht durch Stillschweigen zu unterdrücken.
- 9. Die Predigt des Apostels sei von Juden und Heiden deshalb verworfen worden, weil er bekannte, dass Christus der Gekreuzigte Gott sei.
- 10. In welcher Weise der Apostel Christum als die Macht Gottes und Weisheit Gottes darstellt.
- 11. Er bekräftigt nun dieselbe Lehre durch Zeugnisse des Evangeliums.
- 12. Nun beweist er aus dem so berühmten Bekenntnisse des hl. Petrus, dass Christus Gott sei.
- 13. Das Bekenntnis des hl. Petrus hat von Christus selbst das Zeugnis der Wahrheit erhalten.
- 14. Das Bekenntnis des heiligen Petrus sei der Glaube der ganzen Kirche.
- 15. Denselben Glauben des Petrus bekannte auch der hl.Thomas nach der Auferstehung des Herrn.
- 16. Er führt nun das Zeugnis Gottes des Vaters über die Gottheit des Sohnes an.
- Viertes Buch
- 1. Dass Christus vor Annahme des Fleisches von Ewigkeit Gott gewesen sei.
- 2. Er schließt aus dem Gesagten, dass die Jungfrau Maria einen Sohn geboren habe, der älter und größer war als sie.
- 3. Aus dem Briefe an die Römer beweist er die ewige Gottheit Christi.
- 4. Er bringt noch von anderer Seite Zeugnisse für dieselbe Lehre vor.
- 5. Wegen der hypostatischen Verbindung beider Naturen in Christo werde mit Recht das Wort sowohl Erlöser oder leiblicher Mensch als auch Sohn Gottes genannt.
- 6. Dass eine Person in Christus sei.
- 7. Er kehrt zu der frühern Betrachtung zurück, um gegen die Nestorianer zu zeigen, dass das, was der göttlichen Natur zukomme, von dem Menschen ausgesagt werde, als wäre er die Person der göttlichen Natur; und das, was Sache der menschlichen Natur sei, von Gott (gesagt werde), als wäre er die Person der menschlichen Natur, deshalb weil in Christus nur eine einzige und einfache Person ist.
- 8. Dass diese Verschiedenheit der Benennungen der göttlichen Macht keinen Abbruch tue.
- 9. Er bekräftigt diese Lehre durch das Ansehen der alten Propheten.
- 10. Er beweist die Gottheit Christi sowohl aus der Treulosigkeit der judaisierenden Juden, als aus dem Bekenntnisse jener, welche sich zum Glauben Christi bekehren.
- 11. Er kehrt nun zu der Weissagung des Jesaja zurück.
- 12. Dass der Name „Erlöser“ anders Christo und anders einzelnen Menschen verliehen worden sei.
- 13. Er führt nun aus, an wessen Stelle der Prophet sich gestellt habe, in jenen Worten: „Du bist unser Gott, und wir wussten es nicht.“
- Fünftes Buch
- 1. Er geht nun auf das Heftigste vor gegen die Pelagianisten, welche behaupten, Christus sei ein bloßer Mensch.
- 2. Der Lehrsatz des Nestorius ist dem pelagianischen Irrtum nahe und mit ihm verbunden.
- 3. Dass eine solche Teilnahme an der Gottheit, wie sie die Pelagianer und Nestorianer Christo zuschreiben, allen heiligen Männern gemeinsam sei.
- 4. Welcher Unterschied sei zwischen Christus und den Heiligen.
- 5. Dass Christus vor seiner zeitlichen Entstehung immer von den Propheten Gott genannt worden sei.
- 6. Ebendieselbe Lehre beleuchtet er nun mit Zeugnissen des neuen Testamentes.
- 7. Wieder zeigt er aus der Verbindung der zwei Naturen zu einer Person in Christus, dass das, was der göttlichen Natur zukomme, mit Recht auf den Menschen angewendet werde, und was der menschlichen, — auf Gott.
- 8. Er bekräftigt den Ausspruch des Apostels durch das Ansehen des Herrn.
- 9. Da Christo auch jene wunderbaren Werke zugeschrieben werden, welche in Betreff der Söhne Israels schon von den Zeiten des Moses an verzeichnet sind, so wird daraus geschlossen, dass er schon längst vor seiner zeitlichen Geburt gewesen sei.
- 10. Er erklärt, was Christum bekennen heiße, und was ihn aufhebe.
- 11. Er beweist nun klar das Geheimnis der Menschwerdung des Herrn und die Gottheit Christi.
- 12. Er setzt nun weiter auseinander, welches jenes Geheimnis sei, das unter der Nennung von Mann und Weib bezeichnet wird.
- 13. Mit welcher Sehnsucht die alten Patriarchen die Offenbarung dieses Geheimnisses zu schauen verlangten.
- 14. Nun weist er die ruchlose und gotteslästerliche Lehre der Häretiker zurück, welche sagten, Gott habe in Christus wie in einem Werkzeuge oder einer Statue gewohnt und geredet.
- 15. Was die Wünsche der Heiligen in Betreff der Ankunft des Messias in sich enthielten, oder welches ihre Sehnsucht gewesen sei?
- Sechstes Buch
- 1. Er zeigt nun aus dem Wunder der mit fünf Gerstenbroten und zwei Fischen gesättigten Menge die Unermeßlichkeit der göttlichen Macht.
- 2. Das Geheimnis der Siebenzahl von fünf Broten und zwei Fischen wendet nun der Verfasser auf sein Buch an.
- 3. Er widerlegt seinen Gegner durch das Zeugnis der Synode von Antiochia.
- 4. Dass die Bekenntnisformel des Glaubens ein göttliches und ein menschliches Ansehen habe.
- 5. Er tritt nun mit den vortrefflichsten Beweisen wider seinen Gegner auf und zeigt, dass die von den Vorfahren überkommene Religion mit aller Kraft festzuhalten sei.
- 6. Er dringt nun wieder wegen des Bekenntnisses der antiochenischen Glaubensformel auf jenen ein.
- 7. Er bleibt nun bei demselben Beweise, der aus dem antiochenischen Glaubensbekenntnisse genommen ist.
- 8. Wie es von Christus heiße, dass er gekommen und aus der Jungfrau geboren worden sei.
- 9. Nochmal überführt er den Gegner aus dessen eigenem Bekenntnisse des verpestenden Irrtums.
- 10. Er tritt nun streng gegen jenen auf, weil er trotz seines Abfalles von der katholischen Religion noch gewagt habe, in der Kirche zu lehren, zu opfern und Recht zu sprechen.
- 11. Er widerlegt die verschwiegene Entgegnung der Häretiker, welche ihr Glaubensbekenntnis zurücknehmen wollen, weil es im Kindesalter gemacht worden sei.
- 12. Der gekreuzigte Christus ist ein Ärgernis und eine Torheit für jene, welche behaupten, er sei ein bloßer Mensch gewesen.
- 13. Er antwortet jenem Einwurfe, in welchem sie sagten, die Geburt müsse der Gebärenden dem Wesen nach gleich sein.
- 14. Er vergleicht nun diesen Irrtum mit der Lehre der Pelagianer.
- 13. Er zeigt, dass jene, welche diesen Irrtum verteidigen, zwei Christus anerkennen.
- 16. Er zeigt, dass diese Lehre überdies das Bekenntnis der Dreieinigkeit zerstöre.
- 17. Wer in einem Artikel der katholischen Religion sich der Täuschung hingibt, vereitelt den ganzen Glauben und das Verdienst des Glaubens.
- 18. Er wendet nun seine Rede an den Gegner selbst, den er bekämpft, und ladet ihn ein, wieder zur Einsicht zu kommen. Das Sakrament der Versöhnung sei d en Gefallenen zum Heile nötig.
- 19. Dass die zeitliche Geburt Christi der Gottheit nichts an Ehre oder Kraft genommen habe.
- 20. Er lehrt nun, aus dem Gesagten folge nicht, dass man behaupte, ein sterblicher oder leiblicher Gott sei vor der Zeit gewesen, obwohl es ebenderselbe Christus sei, der von Ewigkeit Gott war und in der Zeit Mensch wurde.
- 21. Die Autorität der göttlichen Schriften lehrt, dass Christus von Ewigkeit gewesen sei.
- 22. Die hypostatische Verbindung macht, dass das, was in Christo zum Fleische gehört, Gott zugeschrieben wird.
- 23. Diese synekdochische Redeweise, in welcher unter dem Teile das Ganze verstanden wird, sei den göttlichen Schriften sehr vertraut.
- Siebentes Buch
- 1. Vor der Antwort auf die Lästerungen der Gegner ruft er die Hilfe des göttlichen Wesens an, um zu zeigen, dass diejenigen, welche sich zum Streite mit den Häretikern anschicken, das Gebet voraussenden müssen.
- 2. Er löst nun den Einwand, der aus den Worten genommen ist: Niemand gebiert einen, der vor ihm war.
- 3. Er erwidert auf jene Worte, nach welchen das Geborene der Gebärenden wesensgleich sein müsste.
- 4. Gott habe wie in den übrigen Dingen so auch bei seinem zeitlichen Anfange seine Allmacht gezeigt.
- 5. Er zeigt nun mit Beweisen, welche aus der Natur der Sache genommen sind, wie vielfach hinfällig jene Regel der Gegner sei, in welcher sie festsetzen, dass die Geburt der Gebärenden gleich an Wesen sein müsse.
- 6. Er widerlegt nun einen andern Beweis des Nestorius, in welchem dieser dafür stritt, dass Christus dem Adam in allem gleich sei.
- 7. Die Häretiker sind gewohnt, ihre Lehrmeinungen mit dem Mantel der göttlichen Schrift zu bedecken.
- 8. Die Häretiker schreiben Christo nur das Ebenbild der Gottheit zu und behaupten deshalb, er sei nur mit Gott, nicht als Gott zu verehren.
- 9. Im Irrtum seien jene, welche sagten, dass die Geburt Christi verborgen gewesen sei, da sie selbst dem Patriarchen Jakob deutlich gezeigt worden.
- 10. Er reiht noch mehrere Zeugnisse für dieselbe Sache an einander.
- 11. Der Teufel sei durch viele Gründe angetrieben gewesen, Christum für Gott zu halten.
- 12. Diese Meinung und lebhafte Vermutung des Teufels vergleicht er mit der hartnäckigen und unbiegsamen Lehre der Gegner und zeigt, dass diese noch schlechter sei und gotteslästerlicher als jene.
- 13. Dass der Teufel diese Meinung von der Gottheit Christi wegen einer geheimen, ihm fühlbaren Wirkung derselben bis zum Kreuz und Tode immer gehabt habe.
- 14. Er zeigt nun, dass die Häretiker die hl. Schrift verkehren, indem er auf jenen Beweisgrund antwortet, der genommen ist aus den Worten des Apostels: „Ohne Vater, ohne Mutter“ usw. Hebr. 7:3.
- 15. In welchem Sinne es bei dem Apostel heisse, dass Christus ohne Geschlechtsregister gewesen sei.
- 16. Er zeigt, dass die Häretiker nach Weise des Teufels, der Christum versuchte, die hl. Schrift verstümmeln und verdrehen.
- 17. Die Herrlichkeit und Würde Christi sei dem hl. Geiste nicht so zuzuschreiben, dass ihr Ursprung von Christus selbst geleugnet würde, als ob alle Vortrefflichkeit, welche in ihm war, fremde, von aussen gekommene gewesen wäre.
- 18. Wie jenes Wort des Apostels zu verstehen sei: „Er erschien im Fleische, wurde gerechtfertigt im Geiste“? 1 Tim 3: 16.
- 19. Dass nicht bloß der Geist Christum furchtbar machte, sondern auch er sich selbst.
- 20. Er sucht nun jene Lehre mit noch stärkeren und zwingenderen Gründen zu entkräften.
- 21. Es sei ebenso Christo wie dem hl. Geiste zuzuschreiben, dass sein Leib und seine Menschheit Tempel Gottes geworden sei.
- 22. Die Erhebung Christi in den Himmel sei nicht dem Geiste allein zuzuschreiben.
- 23. Er bleibt nun bei demselben Beweise, um zu zeigen, dass Christus nicht fremder Herrlichkeit bedurft, sondern seine eigene gehabt habe.
- 24. Er bekräftigt nun diese Lehre mit dem Ansehen des heiligen Hilarius.
- 25. Er zeigt, dass Ambrosius dem hl. Hilarius beipflichte.
- 26. Zu den genannten kommt auch das Zeugnis des hl. Hieronymus.
- 27. Nun reiht er den Obigen auch den Rufinus und den hl. Augustin an.
- 28. Da er nun die Zeugnisse der griechischen oder orientalischen Bischöfe vorführen will, hebt er an erster Stelle den hl. Gregor von Nazianz hervor.
- 29. Zunächst stellt er nun die Autorität des heil. Athanasius vor.
- 30. Nun fügt er noch den hl. Johannes Chrysostomus hinzu.
- 31. Er beweint nun den Fall der Stadt Konstantinopel wegen des Schlages, den sie von diesem Häretiker erlitten, und ermahnt zugleich die Bewohner, sie sollen in der alten katholischen Religion ihrer Ahnen verharren.
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