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Tertullian († um 220) Die zwei Bücher an seine Frau (Ad uxorem)
Quellenangabe:
Tertullian, private und katechetische Schriften. Aus dem Lateinischen übersetzt von Dr. K. A. Heinrich Kellner. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 7) München 1912.
Für die BKV im Internet bearbeitet von:
Roger Pearse und Manfred Kraut
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Inhalt Alles ausklappen
- 1. Buch
- 1. Der Verfasser beabsichtigt, seiner Witwe als geistiges Testament die Aufforderung zu hinterlassen, nach seinem Tode nicht wieder zu heiraten.
- 2. Die Ehe ist die notwendige Pflanzstätte des Menschengeschlechtes, aber nur die einmalige entspricht der Idee Gottes.
- 3. Vollkommener freilich ist die Jungfräulichkeit.
- 4. Um ihre Wiederverheiratung zu rechtfertigen, schützen die Witwen allerlei Motive vor, besonders jugendliches Alter und Sicherung ihres Lebensunterhaltes.
- 5. Auch der Wunsch, Nachkommen zu hinterlassen, sollte keine Christin leiten.
- 6. Wiederverheiratungen führen, besonders bei christlichen Witwen, nicht selten zu großen Unzuträglichkeiten, wie Beispiele beweisen.
- 7. Verliert eine Frau ihren Mann durch den Tod, so ist das ein Ruf Gottes an sie, ihm in der Vollkommenheit des Witwenstandes zu dienen. Die Eingehung einer zweiten Ehe macht unfähig zum geistlichen und Ordensstande.
- 8. Tugend im Witwenstande zu üben, ist schwieriger als in der Jungfrauschaft, und darum Gott besonders wohlgefällig. Witwen müssen in der Wahl ihres Umganges vorsichtig sein.
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