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Ambrosius von Mailand (340-397) Exameron
Quellenangabe:
Des Ambrosius von Mailand Exameron. Aus dem Lateinischen übersetzt von Dr. Joh. Ev. Niederhuber. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 17) München 1914.
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- Der sechste Tag. Neunte Homilie. (Gen 1,24-26)
- I. Kapitel. Einleitung zur Homilie: der Prediger ein geistiger Ringkämpfer, der Siegespreis in der Hand der Zuhörer. Der Mensch die Krone der Schöpfung.
- II. Kapitel. Gen 1,24-26 über die Gattungen und Arten der Tiere ist im Literalsinn zu verstehen. Der mosaische Schöpfungsbericht dient nicht wie die Weltweisheit dem Vorwitz, sondern der religiössittlichen Förderung des Menschen.
- III. Kapitel. Ursprung und Fortpflanzung der Tiere des Festlandes. Das Tier an äußerer Gestalt wie innerem Gelüste erdwärts gerichtet zum Niedrigen, der Mensch aufwärts zum Höheren. Der faule Esel, der tückische Fuchs. der hinterlistige Kiebitz, der stolze Löwe, der gefleckte Panther als abschreckende Beispiele.
- IV. Kapitel. Vorbildliche Eigenschaften der Tiere; die Arbeitsamkeit der Ameisen, die Treue des Hundes, die Kindesliebe des Bären. Der wunderbare Instinkt der Tiere: kranke Tiere (Bär,Schlange, Schildkröte, Fuchs) kennen ihre Arznei. Tiere (Schwalbe, Ameise, Schaf, Igel) als Wetterpropheten. Sicherheit des Tierinstinktes. Die Natur die beste Lehrerin, die selbst die wilde Bestie (Tigerin) zur zärtlichsten Mutter wandelt. Der Spürsinn des Hundes; der Hund als Wächter und Rächer seines Herrn. Das Lamm das Bild der Kindesunschuld, seine Anhänglichkeit an das Mutterschaf. Der Tierinstinkt äußert seine Funktionen vom ersten Dasein an. Der Knoblauch nicht Speise, sondern Medizin; die beste Medizin das Fasten. Der feine Instinkt selbst kleiner Tiere.
- V. Kapitel. Die unterschiedliche Halslänge der Tiere. Der eigenartige aber zweckmäßige Körperbau des Elefanten. Seine Erlegung. Seine Bedeutung, besser Furchtbarkeit im Kriege. Seine natürliche Waffenrüstung und Gepflogenheiten.
- VI. Kapitel. Die Tiere, selbst die wilden, dem Menschen dienstbar. Die Schöpfung auch im Kleinen wunderbar. Jedes Tier furchtbar und furchtsam zugleich. Die giftigen Tiere eine Zuchtrute zu Nutz und Frommen des Menschenkindes. Die biblische Provenienz des 'Erkenne dich selbst'. Die Schönheit der Menschenseele. In der Seele ruht das ganze Sein, das bessere Ich des Menschen; der Leib nur Kleid der Seele.
- VII. Kapitel. Gen 1,26 spricht Gott Vater zum Sohne. Die Engel können nicht Mitschöpfer der Welt. noch weniger "Bild Gottes" sein. Das "Bild Gottes " ist der Gottessohn. Die begnadete Menschenseele nur sein "Nachbild".
- VIII. Kapitel. Nicht der materielle Leib, nur die geistige Seele, kann Gottes Nachbild sein. 'Seele' nach der Heiligen Schrift auch Bezeichnung für 'Mensch'. Die Entstellung des Nachbildes Gottes im eigenen Innern oder dessen Zerstörung im Nächsten schwere Sünde. Vom "Ruhen Gottes" (Gen 2,3) in der gottnachbildlichen Seele'. "Erkenne dich selbst!" (Mahnungen.) "Hab acht auf dich!" (Warnungen).
- IX. Kapitel. Der menschliche Leib der schönste Juwel der Schöpfung, das Spiegelbild des Universums. Das Haupt eine ragende Burg, Thron der Weisheit, beherrschendes Prinzip des Leibes. Die Augen zwei Leuchten, zwei Wächter auf hoher, geschützter Warte. Das Haupthaar Schutz und Schmuck. Die freie Stirne Spiegel der Seele. Die Augenbrauen zwei Schutzwälle. Der Augapfel Sitz des Sehvermögens. Das Gehirn Zentralorgan des freien Bewegungsvermögens und der Sinnesfunktionen. Das Herz Quellpunkt für die Arterien und Herd der vitalen Körperwärme. Der zweck und kunstvolle Organismus des Ohres (Gehörsinn) und der Nase (Geruchsinn). Vorzüge des Tastsinnes. Mund und Zunge als Kau und Sprachorgane. Der Kuß Sinnbild und Unterpfand der Liebe. Die Bedeutung der Gurgel, der Arme, der Hände. Die Hand im liturgischen Dienst. Die übrigen Organe: Brustkasten und Bauchhöhle, Lunge und Herz, Milz und Leber, Gedärme, After, Adern, Knochen, Genitalien, Füße und Knie.
- X. Kapitel. "Und Gott ruhte" (Gen 2,2): Vom Ruhen Gottes im gerechten Menschen im allgemeinen, in der Menschheit Christi im besonderen.
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