|
Ambrosius von Mailand (340-397) Exameron
Quellenangabe:
Des heiligen Kirchenlehrers Ambrosius von Mailand Exameron. Aus dem Lateinischen übersetzt von Dr. Joh. Ev. Niederhuber. (Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 17) München 1914.
Externe Informationen (ohne Gewähr)
Inhalt Alles ausklappen
|
|
- Der zweite Tag. Dritte Homilie (Gen 1,6-10)
- I. Kapitel. Die Schöpfung kraft des göttlichen Willens ein einheitlicher Organismus. Der Schöpfer der Materie ihr Bildner. Maßstab für die Beurteilung der Schöpfung ist nicht sophistische Scheinwahrheit, sondern die Regel der Schriftwahrheit: nicht Menschenauge, sondern Gottesauge.
- II. Kapitel. Die "Veste inmitten des Wassers" von Gott gefestigt. Die Existenz nicht einer Einzahl, auch nicht einer Unzahl, sondern einer Mehrzahl von Himmeln. Die Sphärenmusik eine Fiktion der Philosophie.
- III. Kapitel. Das Firmament nicht identisch mit dem Himmel. "Das Wasser über der Himmelsveste": seine Möglichkeit, Wirklichkeit, Zweckmäßigkeit. Feuer und Wasser paralysieren gegenseitig ihre verheerenden Wirkungen. Der Sternenhimmel eine glühende Feuerzone, die Sonne ein Feuerball.
- IV. Kapitel. Die Bezeichnung 'Himmel' für Firmament. Die lateinische (caelum) und griechische (ouranos) Bezeichnung für Himmel. Der "verschlossene" bezw. "eiserne" Himmel der Hl. Schrift. Allegorische Deutungen des Himmels, des Firmamentes, der Wasser über dem Himmel: der Literalsinn ist vorzuziehen.
- V. Kapitel. "Und Gott sah, daß es gut sei" (Gen 1,10). Mystische Erklärungen: die Wesensgleichheit des Sohnes mit dem Vater; Gen 1,10 von der Gutheißung (Lob) der Schöpfung durch Gott, nicht von einem Mangel seiner Allwissenheit zu verstehen. Moralische Anwendungen: Gottes Urteil maßgebend für die Beurteilung der Schöpfung und des Schöpfers; Gottes Wissen und Können das menschliche in Schatten stellend.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|