Der Lehrstuhl für Sozialanthropologie

Im Jahr 1942 durch den Gründer der Wiener Schule, Pater Wilhelm Schmidt, eingeweiht, ist der Lehrstuhl für Ethnologie der älteste dieser Disziplin in der Schweiz. Heute hat sich der Lehrstuhl, welcher 2002 umbenannt wurde auf Lehrstuhl für Sozialanthropologie, an die neuen Anforderungen der Ausübung der Anthropologie in gegenwärtigen Gesellschaften angepasst.

Seit 1989 wird der Lehrstuhl von Prof. Christian Giordano besetzt, seit 2004 sind die Professoren Véronique Pache und François Ruegg assoziiert. Der Lehrstuhl für Sozialanthropologie profitiert gleichzeitig von der Tradition der deutschen Soziologie sowie der französischen Ethnologie und trägt zudem der Bedeutung der britischen und nordamerikanischen Anthropologie Rechnung; ebenso wird auch die Perspektive der Gender Studies miteinbezogen. Die Mehrsprachigkeit, welche am Seminar praktiziert wird – u.a. deutsch, französisch, englisch, italienisch und spanisch – widerspiegelt das Anliegen einer akademischen Offenheit.

Die hauptsächlichen Interessen- und Kompetenzgebiete des Lehrstuhls sind Europa, Süd-, Zentral- und Osteuropa sowie Asien, hier besonders Südasien (Indien) und Südostasien (Malaysia). Betreffend die thematischen Bereiche handelt es sich v.a. um die politische, wirtschaftliche und Religionsanthropologie. Die gemeinsamen Punkte in den Ansätzen und somit auch der Programme ist die Interkulturalität in verschiedenen Formen und auf unterschiedlichen Ebenen, auf welchen sie sich manifestiert: Nation, Ethnien, Kasten, Minderheiten, Familie, Religionen etc.

Der Lehrstuhl profitiert von einem umfangreichen Netzwerk der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Forschung und der Lehre, welches den Austausch von Studierenden und Unterrichtenden mit zahlreichen Universitäten erlaubt.

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