Das Knorpelgewebe besteht aus Chondrozyten, hauptsächlich kollagenen und elastischen Fasern, und einer Grundsubstanz, welche besonders reich an sulfatierten Glycosaminglycanen und Proteoglykanen ist. Mit histologischen Methoden reagiert sie basophil und metachromatisch.
Die Grundsubstanz und die Fasern verleihen der extrazellulären Matrix typische physikochemische Eigenschaften. Dazu gehören die Gewährleistung einer reibungslosen Gelenkfläche, wie auch die Fähigkeit mechanischen Kräften ohne Deformation zu widerstehen und Schocks zu absorbieren.
Beim Erwachsenen besitzt der Knorpel weder Blut-, noch Lymphgefässe oder Nerven .
|
|
|
Alle drei Knorpeltypen entstehen aus den Mesenchymzellen . Diese differenzieren sich zu den Chondroblasten , welche sich teilen und die extrazelluläre Matrix sezernieren (appositionelles Wachstum). Bald schon werden sie von dieser umgeben und finden sich in einer sogenannten Lakune wieder, in welcher sie ihre Syntheseaktivität fortsetzen und sich noch einige Male teilen (interstitielles Wachstum). Dieses interstitielle Wachstum ist nur möglich, so lange die Grundsubstanz noch nicht zu fest ist. Später wächst der Knorpel nur noch durch appositionelles Wachstum (neue Chondroblasten mauern sich ein). Nachdem sich der einzelne Chondroblast selber eingeschlossen hat, spricht man vom Chondrozyten.
Die Gruppe von Zellen, welche bei der interstitiellen Teilung des Chondrozyten entsteht, wird isogene Knorpelzellengruppe genannt. Dieser Begriff weist auf die gemeinsame Abstammung dieser Zellgruppe von einer einzigen Zelle (dem ursprünglichen Chondroblasten) hin. Die Region, welche die isogene Knorpelzellen umgibt, zeichnet sich durch eine verstärkte Basophilie aus und färbt sich auf Präparaten dunkler. Man spricht von einem Territorium. Isogene Knorpelzellen und Territorium bezeichnet man als Chondron dazwischen liegt die Interterritorialzone, welche heller erscheint.
|
|
Knorpel- wachstum:
- appositio- nell
- interstitiell
|