Der Knochen wird von den Osteoblasten/-zyten gebildet. Die Osteozyten haben eine Lebensdauer von ca. 10 Jahren und sind ganz von Knochenmatrix umschlossen. Sie liegen innerhalb des Knochens in einem weitvernetzten Hohlraumsystem (Lakunen und Canaliculi) und stehen untereinander in Verbindung. In den Lakunen liegen die Zellkörper und die Ausläufer zu den Nachbarzellen liegen in Canaliculi, die die Knochenmatrix durchziehen. Um jede Zelle und ihre Ausläufer bleibt eine schmale Zone, die nur Kollagenfibrillen und interstitielle Flüssigkeit enthält. Das ganze Hohlraumsystem garantiert die Ernährung und Kommunikation der Osteozyten.
Abb. 13
Querschnitt durch Kortikalis des Knochens. Der Knochen wird aussen mit der äusseren Grenzlamelle abgeschlossen. Die Havers Kanäle stehen über Querverbindungen (Volkmann Kanal) miteinander in Verbindung.
Abb. 14
Osteoblasten produzieren das Osteoid. Über Gapjunctions kommunizieren sie miteinander. Nach der Einmauerung werden sie zu Osteozyten, umgeben von mineralisierter Matrix. Ein dünner Saum nicht mineralisierte Substanz bleibt um jeden Osteozyten erhalten und dient zur Ernähurng und Kommunikation.
Die Osteoblasten produzieren und lagern neue Knochenmatrix (Osteoid) stets auf schon vorhandene. Daher befinden sich die Osteoblasten immer an einer freien knöchernen Oberfläche, entweder im Periost (Stratum osteogenicum) oder im Knocheninnere (Endost) und mauern sich später selber ein (siehe Knochenumbau) .