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Renin spielt eine wichtige Rolle bei der Blutdruckregulation. Es wird durch die granulierten Zellen des juxtaglomerulären Apparates ausgeschieden (die Makula densa ist für die NaCl-Konzentration sensibel, wenn diese Konzentration oder der Blutdruck sinkt wird es zu einer Reninfreisetzung kommen).
Es gelangt durch Diffusion in das Blutsystem und wirkt als Katalysator bei der Umwandlung von Angiotensinogen (a2 Globulin) in Antiotensin I (ein Dekapeptid).
ACE (angiotensin converting enzym), ein Glykoprotein, das vor allem in den Endothelzellen der Lungen synthetisiert wird, wandelt Angiotensin I in Angiotensin II um (Abspaltung von zwei Aminosäuren), welches eine stark vasokonstringierende Wirkung hat. Angiotensin II ist für die Erhöhung des Blutdruckes verantwortlich und dies über den Mechanismus des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems:
- Direkter Einfluss auf die Natriumrückresorbtion in den Tubuli
- Vasokonstriktion der peripheren Gefässe
- Erhöhte Sekretion von Aldosteron, das über eine Resorption von Na+ (gefolgt von H20) in Verbindungstubuli und Sammelrohr zu einer Volumenerhöhung bzw. Blutdruckerhöhung führt.
Das Erythropoetin ist ein Glykoprotein, das eine wichtige Rolle bei der Differenzierung und Proliferation von Erythrozyten im Blut bildenden Knochenmark spielt. Davon wird 85% in der Niere und 15% in der Leber gebildet. Das Erythropoetin wird wahrscheinlich von gewissen spezialisierten peritubulären Zellen (interstitielle Fibroblasten) produziert, wenn der Sauerstoffpartialdruck im Blut abnimmt. Die Ergebnisse von Untersuchungen im Bereich der Molekularbiologic weisen darauf hin, dass mRNA von Erythropoïetin in den Zellen der kortikalen Tubuli und in den interstitiellen Zellen (Fibroblasten) vorkommt.
Die renalen Prostaglandine spielen eine wichtige Rolle bei der Adaptierung der renalen Mikrozirkulation im Falle einer Hypovolämie und bei der Ausscheidung von Natrium.
Die Niere ist ebenfalls für die hormonale Regulation des Kalzium-Phosphat-Stoffwechsels verantwortlich, indem dort die Umwandlung von 25-OH Cholecalciferol in 1,25 Dihydroxycholecalciferol statt findet. 25-OH Cholecalciferol wird in der Leber aus dem inaktiven Vitamin D3 hergestellt. Diese renale Aktivierung ist von der Hydrolase (Enzym) abhängig, die nur in den Zellen des proximalen Tubulus vorkommt.
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