Département de Médecine, Unité d'Anatomie; Université de Fribourg;
M. Adé-Damilano; 2005-2006



Nierendurchblutung



Einführung


Die Perfusion der Niere liegt bei ca. 1,2 Liter Blut / Minute (20% des Herzzeitvolumens).
90% davon durchbluten die Rinde und 10% das Mark.
Nierendurchblutung
Durchblutung



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Vena cava inferior
Vena renalis
Niere
Aorta abdominalis
Arteria renalis
Ureter
Harnblase
Urethra


Der arterielle Kreislauf


Das Blut erreicht die Niere im Bereich des Hilums durch die Arteria renalis, welche sich in zwei Äste teilt, die sich wiederum in mehrere kleine Arterien teilen, die Arteriae interlobares, welche durch die Bertini-Säulen (columnae renales) bis zur Rinden-Mark-Grenze aufsteigen.

Nierendurchblutung

Detail der Durchblutung eines Nierenlappens. Man sieht die Nierenpyramide umgeben von den Arteriae und Venae interlobares welche durch die Arteriae und Venae arcuatae verlängert werden. Letzteren entspringen interlobuläre Gefässe (Vasa interlobularia), aus welchen wiederum das Kapillarnetz der Rindenzone entspringt (hier nicht abgebildet).





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Nierenpapille
Arteria interlobaris
Vena interlobaris
Interlobuläre Gefässe
Vena arcuata
Arteria arcuata


Auf der Höhe der Basis der Nierenpyramide (Malpighipyramiden) teilen sich die A. interlobares in rechtem Winkel und geben die A. arcuatae ab, die parallel zur Kapsel verlaufen.

Aus diesen A. arcuatae entspringen zahlreiche A. interlobulares (oder radiatae) welche die Rindenzone zwischen den Markstrahlen versorgen.
Diese Gefässarchitektur ist terminal. Es gibt keine Anastomosen zwischen den verschiedenen Aa. interlobulares.

Aa. arcuatae und interlobulares

Aus jeder A. interlobularis entspringen zahlreiche afferente Arteriolen.
Jedes Nephron erhält eine afferente Arteriole welche am Gefässpol in die Bowmankapsel eindringt. Diese Arteriole verzweigt sich in 4 bis 6 Äste, welche sich in mehrere untereinander anastomosierte Kapillaren verästelt, Kapillaren welche den Glomerulus bilden.
Diese Kapillaren vereinigen sich wieder und bilden die efferente Arteriole.

Durchblutung des Glomerulus
Durchblutung des Glomerulus
Durchblutung des Glomerulus
Durchblutung des Glomerulus
Durchblutung des Glomerulus

Bei den oberflächlichen Glomeruli und jenen der mittleren Rindenzone verzweigt sich die efferente Arteriole in ein stark ausgeprägtes Kapillarnetz, die peritubulären Kapillaren. Diese umwinden die pars convoluta der Tubuli proximales und distales.

Durchblutung der Rinde und des äusseren Marks

Bei den juxtamedullären Glomeruli verzweigt sich die efferente Arteriole in zahlreiche Vasa recta welche in das Mark ziehen und die Henleschleifen umwinden.
Die absteigenden arteriellen und aufsteigenden venösen Gefässe der Vasa recta folgen dem Verlauf der Henleschleifen. Die Struktur ihrer Wände gleicht jener kleiner Kapillaren.

Vasa recta
Act.


Schema der Nierendurchblutung


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3a
3b
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NB
Nierenkapsel
Nierenrinde
Aussenstreifen
Innenstreifen
Innenzone, inneres Mark
efferente Arteriole
afferente Arteriole
Oberflächliche Venula der Rinde
Vena stellata
Vena interlobularis
Arteria interlobularis
peritubuläres Kapillarnetz
tiefe Venula der Rinde
A. arcuata
V. arcuata
Vasa recta

Aussenstreifen + Innenstreifen = äusseres Mark