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Mundhöhle

Die Mundhöhle bildet mit dem Meso- und Hypopharynx den Kopfteil des Verdauungstraktes. In der Mundhöhle sorgen die Zähne für die mechanische Zerkleinerung. Auf der Zunge sind Geschmacksknospen für die Überprüfung der chemischen Eigenschaften von der aufgenommenen Nahrung verantwortlich und Speicheldrüsen im ganzen Mundbereich machen die Nahrung gleitfähig.

Lippen und Zähne
Die Schleimhaut in der Mundhöhle besteht aus mehrschichtigem Plattenepithel, das an mechanisch stark beanspruchten Stellen verhornt und sont meist unverhornt ist. Im Bereich der Lippe hat es eine parakeratinisierte Zone mit einem hohen gefässreichen Bindegewebe darunter, die das Lippenrot ausmacht.
In der Mundhöhle nach hinten folgt die Zahreihe mit 4 x 8 Zähnen. Die Krone jedes Zahnes ist sichtbar. Der Zahnhals wird normalerweise von der Gingiva bedeckt. Die Wurzel steckt im Alveolarfach, wo der ganze Zahn verankert ist. Die Hauptmasse des Zahnes besteht aus Dentin. Im Bereich der Krone ist es mit Schmelz (Enamelum) überzogen und im Wurzelbereich von Zement.

 
Abb. 2 - Lippe Abb. 3 - Zahn Legende
    Abb. 2
Im Bereich des Lippenrots ist das Epithel nur schwach verhornt und von hohen gefässreichen Bindegewebs- papillen unterlagert.
mit Legende
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Abb. 3
Schnitt durch Zahn. Links labial und rechts lingual. der Zahn hat eine Krone, eine Hals und eine Wurzel.

 

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Zunge
Die Hauptmasse der Zunge besteht aus quergestreifter Muskulatur, welche in allen drei Dimensionen ausgerichtet ist. Im hinteren Teil, hinter dem Sulcus terminalis liegen die Zungenbälge, die in ihrer Gesamtheit die Tonsilla lingualis ausmachen. Ventral vom Sulcus terminalis hat es verschiedene Typen von Zungenpapillen, die das Feinrelief des Zungenrückens hervorrufen. Man findet folgende 4 Typen:

  • Papilla filiformis: Ist für die rauhe Erscheinung des Zungenrückens verantwortlich. Sie enthalten afferente Nervenendigungen, die als Tastsinn dienen.
  • Papilla fungiformis: v.a. an der Zungespitze und Zungenrücken mit Geschmacksknospen
  • Papilla foliata: Mit Geschmacksknorpen am hinteren Rand der Zunge
  • Papilla vallata: Mit zahlreichen Geschmacksknorpen im seitlichen Papillenepithel und Spüldrüsen (Ebner-Spühldrüsen)
 
Abb. 4 - Papillae foliatae der Zunge  Legende
  Abb. 4
Die Zungenpapillen geben der Zunge ihr typisches makroskopisches Relief. Es sind Erhebungen der Schleimhaut, die je nach Form in 4 Typen unterschieden werden können.

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Speicheldrüsen

Der Mensch produziert täglich zwischen 1- 1.5 l Speichel, der in den drei grossen Speicheldrüsen sowie in der ganzen Mundhöhle verstreuten kleinen Speicheldrüsen produziert wird. Zu den grossen gehören:

  • Glandula submandibularis: Es ist eine gemischte seromuköse Drüse
  • Glandula parotis: Es ist eine seröse Drüse mit vielen Schaltstücken. Ein weiteres typisches Merkmal ist die Durchsetzung mit Fettzellen.
  • Glandula lingualis: Sie ist eine überwiegend muköse Drüse. Seröse Endstücke sind selten anzutreffen und Streifenstücke feheln ganz..
 
Abb. 5 - Übersicht über die Zusammensetzung der drei grossen Speicheldrüsen im Mund  Legende
  Abb. 5
Die drei grossen Drüsen haben unterschiedliche Anteile an Sekreten. In der Parotis und Submandibularis ist das Streifenstück stark ausgeprägt, in der Sublingualis findet man praktisch keine.

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