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| Verdauungsapparat |   | | Austauschzone (Moodle) |
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| Magen | | |
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Von außen gesehen unterscheidet man am Magen die große und die kleine Kurvatur (Curvatura major und minor), die vereinfacht ausgedrückt den rechten beziehungsweise linken Rand darstellen und an denen das sog. große beziehungsweise kleine Netz (Omentum majus und minus) befestigt sind. Makroskopisch wird er in folgende Bereiche untergliedert:
- Die Cardia stellt den Übergang zwischen Speiseröhre ( Oesophagus ) und dem Magen dar.
- Der Magenfundus ist der Teil des Magens, der über der Cardia liegt und in der Regel luftgefüllt ist.
- Der Corpus macht den größten Anteil des Magens aus.
- Dem Corpus nach "unten" schließt sich das Antrum an.
- Am Übergang zum Duodenum befindet sich der Pylorus, der als Sphinkter (Schließmuskel) fungiert.
Mikroskopisch gesehen besteht der Magen aus einer Vielzahl von Glandulae gastricae, die aus den Foveolae in die Tiefe ziehen. Meist gehen mehrere tubulöse Drüsen von einer Foveola ab. Man unterscheidet den Isthmus (Eingang) vom Drüsenhals und Hauptteil. Je nach Lokalisation erfüllen diese Magendrüsen unterschiedliche Aufgaben und bestehen aus verschiedenen Zelltypen:
- Oberflächliche Epithelzellen
- Hauptzellen, die Pepsinogen produzieren.
- Nebenzellen, sezernieren Schleim, der den Magen vor der Magensäure schützt.
- Belegzellen, produzieren Magensäure und den Intrinsic Factor für die Resorption von Vitamin B12.
- enterochromaffinartige Zellen, die Histamin enthalten (fördert die Magensaftsekretion).
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| Abb. 7 - Übersicht über den Aufbau der Magenwand |
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Abb. 7
Übersicht über die verschiedenen Schichten des Magens. Man findet den typischen Aufbau des Magen- Darmtraktes mit den Besonderheiten des Tunica mucosa und einer zusätzlichen Muskelschicht, den Fibrae obliquae in der Tunica muscularis. |
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Die eigentliche Verdauung und Resorption findet beim Menschen im Darm oder spezieller im Dünndarm statt. Im Magen werden vor allem die Proteine in ihre Bestandteile zerlegt. Fette passieren den Magen größtenteils ungehindert, da nur geringe Mengen an Lipasen gebildet werden, ebenso Kohlenhydrate. Im Magen werden Feststoffe verflüssigt und damit bereit für die weitere Verdauung gemacht. Der Magen ermöglicht es, dass wir mit wenigen größeren Mahlzeiten pro Tag auskommen. Der Pylorus sorgt dafür, dass alle Stoffe genügend lange im Magen verbleiben und ausreichend mit den Verdauungssäften versetzt werden. Diese werden dann langsam und gleichmäßig dem Darm zugeführt. Der saure Magensaft verhindert effektiv das Überleben der meisten Bakterien. |
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Merke:
Ausnahme stellt das Bakterium Helicobacter pylori. Es ist in der Lage, sich unterhalb der schützenden Schleimschicht anzusiedeln und sich dem sauren Milieu zu entziehen |
| Abb. 8 - Schema der Magendrüse |
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Abb. 9 - Schnitt durch Magendrüse |
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Abb. 8
Magendrüse im Schema mit allen Zellen. Die eigentliche Magendrüse beginnt am Isthmus.
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Abb. 9
Im histologischen Präparate lassen sich nicht alle Zellanteile unterscheiden. Man kann aber anhand von Spezialfärbungen Zellen sichtbar machen. |
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| Zusammenfassung: Zellen einer Glandula gastrica |
| Magenzellen |
Lokalisation |
Funktion |
| Oberflächen- epithelzellen |
Muköse Zellen bedecken Magenwand und ziehen auch in die Foveolae. |
Produktion von Schleim als Schutz vor Magensäure
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| Stammzellen |
v.a. im Isthmusbereich |
Reservoir für Erneuerung der Schleimhaut |
| Nebenzellen |
Im Halsbereich der Glandula gastirca. Sie haben unregelmässige Form mit basalem Kern. |
Produktion von Schleim, der sich über den Schleimteppich der Oberflächenepithelzellen legt. |
| Parietalzellen (Belegzellen) |
Im Hauptteil der Glandula gastrica. Azidophile Zellen (wegen Mitochondrien), die sich in die Lamina vorbuckeln (daher auch Belegzellen). |
Spezielle Protonenpumpen an der apikalen Zellmembran pumpen HCL gegen Konzentraionsgradienten in Lumen. (Magensaft mit pH von 1.5) |
| Hauptzellen |
Basophile Zellen ( reich an rER) im unteren Abschnitt = Hauptteil der Glandula gastrica. |
Produzieren Pepsinogen (verschiedene proteolytische Enzyme) und Lipase. |
| Endokrine Zellen |
Verschiedene Zellen mit apikalem Kern (endokrine Zellen) im basalen Abschnitt der Drüse. |
- G-Zellen für Gastrin > Stimulierung der HCL-Sekretion
- EC-Zellen für Serotonin
- D-Zellen für Somatostatin
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