Die Nasenhöhlen bzw. Nebenhöhlen sind für die Anfeuchtung und grobe Filterung der Einatmungsluft verantwortlich. Zusätzlich befindet sich das Riechepithel im Dach jeder Nasenhöhle (= Regio olfactoria).
In der Nasenhöhle werden folgende Regionen unterschieden:
Regio cutanea
Regio respiratoria
Regio olfactoria
Abb. 2 - Sagittalschnitt durch Nasenhöhle
Legende
Abb. 2
Sagittalschnitt durch die Nasenhöhle mit Sicht auf die drei Conchae. In der Regio respiratoria wird die Luft gefiltert und angefeuchtet. In der Regio olfactoria werden Gerüche aufgenommen. Die Regio cutanea ist der Übergang zwischen verhorntem Plattenepithel und dem respiratorischen Epithel.
Durch die Conchae gerät die Einatmungsluft in Turbulenzen. Dies erleichtert den Kontakt zwischen der Luft und dem Mucus, damit die Luft angefeuchtet werden kann. Eine spezielle Region am Dach der Nasenhöhle ist für die Riechempfindung verantwortlich. Das Epithel ist höher und hat keine Kinozilien. Dafür enthält es olfaktorische Zellen mit Riechhärchen. Es sind bipolare Neurone, deren Axone unterhalb des Epithels in marklose Nervenfaserbündel zusammengefasst werden und durch die Lamina cribrosa des Os ethmoidale in den Riechkolben gelangen. In der Lamina propria des Riechepithels hat es eine spezielle Art von Drüsen, die Bowmann'schen Drüsen, welche nebst serösen Sekreten ein geruchbindendes Protein, OBP, produziert, welches eine hohe Affinität für eine grosse Anzahl von Geruchsstoffen hat. OBP (Odour Binding Protein) trägt Geruchsstoffe zu speziellen Rezeptoren an den modifizierten Zilien der Riechepithelzellen.
Abb. 3 - Regio olfactoria
Abb. 4 - Regio respiratoria
Legende
Abb. 3
Das Epithel der Regio olfactoria ist höher als das normale resp. Epithel. mit Legende ohne Legende
Abb. 4
Respiratorisches Epithel mit Becherzellen und seromukösen Drüsen im subepithelialen Bindegewebe