anatomy
 Suche Sitemap Hilfe Deutsch Français
Home > Einteilung > Fettgewebe
EinteilungDiese Seite weiterleitenDruckerfreundliche Version MC- Quiz
(Moodle)
Fettgewebe

In diesem Bindegewebstyp herrschen besonders Bindegewebszellen, genauer gesagt die Adipozyten, vor. Man unterscheidet zwei verschiedene Typen von Fettgewebe: Das weisse Fettgewebe (Speicher und Baufettgewebe) und das braune Fettgewebe. In der Entwicklung bildet sich zuerst das braune und später das weisse Fettgewebe. Aus diesem Grund spricht man beim weissen auch vom sekundären, beim braunen vom primären Fettgewebe.

1) Das weisse Fettgewebe
Das weisse Fettgewebe ist in Läppchen organisiert, welche von Septa des lockeren BG umfasst werden. Diese enthalten zahlreiche Blutgefässe und Nerven. In jedem Läppchen werden die Adipozyten eng aneinander gedrückt und erhalten auf diese Weise eine polygonale Form. Auf der Basalmembran , welche jeden einzelnen Adipozyten umgibt befinden sich retikuläre Fasern . Viele Kapillaren dringen bis zu den Adipozyten vor, bis jede Zelle eine eigene Kapillare besitzt. Die Adipozyten enthalten einen einzigen grossen Fettropfen. Daher wird dieser Fettgewebetyp auch univakuoläres Fettgewebe genannt.
Es erscheint am Ende der Schwangerschaft und entwickelt sich bis im Alter von 14 Jahren weiter. Ab diesem Zeipunkt teilen die Adipozyten sich kaum mehr. Aus diesem Grunde wird es schwieriger während der ersten Lebensjahre angesammeltes Fett, später loszuwerden. Bei einer Diät nimmt zwar die Grösse der Adipocyten ab, ihre Anzahl bleibt aber erhalten. Aus diesem Grunde ist es schwer das erwünschte Gewicht beizubehalten.

  • Lokalisation als Speicherfett:
    • Bei der Frau: Gesäss und Beine
    • Beim Mann: Bauch
  • Lokalisation als Baufett:
    • Fusssohlen
    • Wangenbereich
  • Übrigens:
    • Bei einer Fettsucht (Asipositas) kann es zu kardiovaskulären Problemen kommen, da das Herz zu sehr belastet wird.

Das Fettgewebe ist nicht nur Speicher, sondern auch endokrines Organ, das Hormone wie das Leptin (griechisch: λεπτος = dünn), welches ein Polypeptid (Molekulargewicht von 17 kDa), synthetisiert. Über den Blutweg gelangt das Leptin durch die Blut-Hirnschranke und verteilt sich im Liquor. Es beeinflusst das Essverhalten, indem es ein Sättigungsgefühl hervorruft, und die Thermogenese.

Man hat zwei Hauprformen von Leptinrezeptoren (OB-R) entdeckt: eine kurze Form (OB-Ra) und eine längliche Form (OB-Rb). Im Hypothalamus sind es vor allem die Rezeptoren der länglichen Form, die Signale vermittelnd wirken und die Nahrungsaufnahme regulieren.

 
Abb. 25 - Univakuoläres Fettgewebe Legende

Abb 25
Das univakuoläre Fettgewebe dient als Speicher- und Baufett. Im Unterschied zum Baufett ist das Speicherfett schneller mobilisierbar.
Die Fetttropfen werden von keiner Membran umgeben.

Färbung:
Ladewig


mit Legenden
ohne Legenden


2. Das braune Fettgewebe
Das braune Fettgewebe ist ebenfalls in Läppchen organisiert. Es enthält aber mehr Gefässe und ist viel besser innerviert. Seine Zellen sind kleiner. Jede von ihnen enthält mehrere Fetttropfen (plurivakuolär). Ausserdem findet man zahlreiche Mitochondrien , welche Zytochrome enthalten. Die hohe Konzentration an diesen Farbstoff in den zahlreichen Mitochondrien führt zur braunen Verfärbung dieser Art von Fettegewebe. Das braune Fettgewebe bildet sich nur im Fetus.

 
Abb. 26 - Plurivakuoläres Fettgewebe Legende

Abb. 26
Das braune Fettgewebe dient der Wärmeregulation, die Zellen sind kleiner als diejenigen des weissen Fettgewebes. Charakteristisch sind die vielen Mitochondrien im Zytoplasma.

Färbung:
HE


mit Legenden
ohne Legenden


Lokalisation
:

  • Halsregion
  • um die Arteria subclavia
  • um die Niere
  • in der Achselhöhle

Aufgabe:

  • Produziert Wärme, dank einem Uncoupling protein (UCP) = Thermogenine, welches verhindert das ATP gebildet wird - Anschaulich kann man sagen, dass die Pumpe im Leerlauf läuft und daher Wärme produziert.
 

Seitenanfang


Vorherige Seite Nächste Seite Untitled Document

Letzte Änderungen : 25. Februar 2007 / Prof. B. Schwaller
© Université de Fribourg • Faculté des sciences • Département de médecine • Unité d'Anatomie,
Rte. Albert Gockel • CH-1700 Fribourg • Tél +41 26 300 84 90 / 85 40 • Fax +41 26 300 97 32 / 97 33 • SecrétariatWebmaster