Unit of Histology
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Das endokrine System ist eine Bezeichnung für alle Organe und Gewebe, die Hormone produzieren.Sie sind im ganzen Körper verteilt und können über grosse Distanzen Wirkung zeigen auf:

  • Wachstum
  • Entwicklung
  • Funktionen vieler Organe
  • Koordination von Stoffwechselvorgängen
 
  Abb. 1 - Endokrine Organe Legende

Die endokrinen Organe sind Drüsen, die aber keine Ausführungsgänge besitzen, weil sie ihre Produkte unmittelbar ins Blut ausschütten oder aber autokrin oder parakrin wirken. Deshalb gibt es um dieses Gewebe ein dichtes Netz von Blutkapillaren mit gefenstertem Endothel. Exokrine Drüsen dagegen setzen ihre Sekrete an inneren oder äußeren Oberflächen frei: an der Haut, an der Magenwand oder in den Pankreasgängen.
Die Hormon produzierenden Gewebe kann man in drei Gruppen einteilen:

  1. Rein endokrine Drüsen, die ausschließlich der Hormonproduktion dienen;
  2. Exo-endokrine Drüsen, die neben den Hormonen auch andere exokrine Sekrete herstellen;
  3. Bestimmte nicht drüsenartige Gewebe wie die autonome Nerven, die ebenfalls hormonähnliche Substanzen ausscheiden = Neurosekretion.
    Abb. 1
Das Endokrinium ist im ganzen Körper verteilt. Es besteht aus Drüsen, die ihre Substanzen in die Blutbahn oder auch ins Gewebe abgeben und entweder in der nächsten Umgebung ihre Wirkung haben oder auch andere Organe beeinflussen können.


   

  mit Legende
ohne Legende

Die Wirkung kann dabei entweder für die eigene Zelle bestimmt sein, man spricht dabei von autokriner Wirkung. Ist sie für das Nachbarsgewebe bestimmt, bezeichnet man sie als parakrin und schliesslich endokrin, wenn die Substanz mit dem Blut über weite Strecken bis zum Effektororgan transportiert wird, bevor sie ihre Wirkung zeigt.

 
Abb. 2 - Hormonale Kontrolle  Legende
  Abb. 2
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie die Hormone wirken. Hier sind drei aufgezeigt. die Neurosekretion ist nicht dargestellt

 

Die Hormonsynthese und -ausschüttung sind streng reguliert, denn die Zielorgane/-zellen sprechen schon auf kleinste Konzentrationen an. Es gibt daher sehr viele Regulationsprinzipien:

  • Feedbackmechanismus
    • positiver Feedback (Östrogen auf FSH im Hypothalamus)
    • negativer Feedback ([Ca2+] auf Parathormon, [Glucose] auf Inselzellen im Pankreas)
  • Innervation (Sekretorische Neurone des Nebennierenmark, Hypothalamus- Hypophysenhinterlappen)
  • Andere Hormone (Progesteron auf Hypothalamus- Hypophyse

Das endokrine System wird auch vom Nervensystem beeinflusst. Dies zeigt sich z. B. an der Reaktion der Nebennieren auf Stress. Auch das ZNS mit Cortex, das lymbische System und der Hirnstamm wirken auf das endokrine System (meist durch den Hypothalamus).

 
Übersicht über die hormonale Kontrolle
Art der Sekretion Wirkung Beispiel
autokrin Die durch einen Stimulus ausgeschüttete Substanz wirkt auf die produzierende Zelle zurück (Feedback)
  • Eicosanoide
  • Prostaglandine
  • Thromboxane
  • Leukotriene
  • Lipoxigenasen
  • hydroxilierte Fettsäuren
  • etc.
parakrin Die durch einen Stimulus ausgeschüttete Substanz wirkt auf die Nachbarzelle (lokale Diffusion)
  • Melatonin
  • Serotonin
  • Releasing-Hormone
  • Histamine
  • etc.
endokrin Die durch einen Stimulus ausgeschüttete Substanz wird über die Blutbahn bis zum Zielorgan transportiert und wirkt erst dort.
  • Thyroxin,
  • Östrogen,
  • Testosteron,
  • Insulin
  • etc.
neurokrin Die durch einen Stimulus ausgeschüttete Substanz tritt über eine Nervenendigung aus (es hat aber keine Synapse sondern die Substanz diffundiert in die Umgebung)
  • Substanz P für Motilitätssteigerung im Darm
  • Stickoxid bewirkt z. Bsp. Vasodilatation, Relaxation im Darm
  • etc.
 

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